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Nach Angaben der Seeleutegewerkschaft PNO sollte von Mitternacht am Dienstag bis Mittwoch keine Fähre aus Piräus auslaufen. Dies bedeutet, dass viele Inseln, die keinen Flughafen haben, für 24 Stunden von der Außenwelt abgeschnitten seien, berichtete das griechische Staatsradio weiter. Der internatonale Verkehr zwischen Italien und Griechenland in der Adria und im Ionischen Meer sei von dem Streik allerdings nicht betroffen, hieß es. Die Gewerkschaft protestiere damit gegen das Sparprogramm der griechischen Regierung und gegen die so genannte Kabotage, die eine Liberalisierung des Arbeitsrechts auf den Fähren vorsieht.
Die zwei größten Gewerkschaftsverbände des privaten und des staatlichen Sektors, GSEE und ADEDY, wollen am 29. Juni abermals mit landesweiten Streiks gegen die Sparmaßnahmen protestieren. Außerdem wollen die Angestellten der Griechischen Bahn OSE am Dienstag Mittwoch und Donnerstag jeweils zwischen 7 und 9 Uhr, 15 und 17 Uhr sowie 22 und 24 Uhr die Arbeit niederlegen.
Das Programm der Regierung zur Abwendung eines Staatsbankrotts sieht unter anderem einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst und Gehaltskürzungen für Beamte, erhebliche Einsparungen bei den Sozialleistungen und die Erhöhung des Rentenalters von heute um Durchschnitte 61,3 auf 65 Jahre vor. Griechenland muss bis Ende 2012 rund 30 Mrd. Euro sparen. (dpa/pkl)






