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Kenia hat ein Abkommen gekündigt, mit dem es sich zur Aburteilung somalischer Piraten bereiterklärte. Die laufende EU-Marineaktion „Atalanta“ zum Schutz der Schifffahrt vor Piraten soll fortgesetzt werden. Außerdem berichtet Ashton über den Beginn der Ausbildung von Soldaten für die Regierung Somalias. EU-Ausbilder – darunter 13 Deutsche – nehmen in Kürze in West-Uganda mit 700 somalischen Rekruten die Ausbildung auf.
Unterdessen ist erneut ein deutscher Chemietanker vor der Küste von Oman von Piraten gekapert worden. Das Schiff sei am frühen Sonnabendmorgen in die Gewalt der Seeräuber geraten, teilte die EU- Marinemission Atalanta am Abend mit. Es fahre unter der Flagge der Marschall-Inseln, habe aber einen deutschen Besitzer. Der Besatzung des Tankers mit dem Namen „Marida Marguerite“ gehe es gut.
Das 13 000 schwere Schiff sei rund 120 Seemeilen von der Stadt Salalah in Oman entfernt angegriffen worden. Die Piraten hätten sich dem 13 000-Tonnen-Tanker mit einem Ruderboot genähert und Granaten und Schusswaffen abgefeuert. Die Crew berichtete, sie habe die Seeräuber an Bord klettern sehen.
Situation wird beobachtet
Ein anderes Handelsschiff habe versucht, über Funk Kontakt zu dem Chemietanker aufzunehmen. Als Antwort kam jedoch die Aufforderung, nicht näher zu kommen. Die Situation werde weiter aufmerksam beobachtet, hieß es von Atalanta.
Der von Piraten gekaperte deutsche Chemietanker ist vermutlich auf dem Weg Richtung Somalia. Das sagte ein Sprecher der EU-Marinemission Atalanta am Sonntag im englischen Northwood. Der Erfahrung nach gingen somalische Seeräuber nach Überfällen zunächst vor der Küste ihre Landes vor Anker, bevor Lösegeldforderungen gestellt würden. „Wir gehen davon aus, dass es ein bis zwei Tage dauern wird, bis wir wissen, wohin die Piraten das Schiff gebracht haben. Wir beobachten die Situation.“ (dpa)





