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Positive Entwicklung im ersten Halbjahr 2010

CMA CGM sucht weiter nach Investor

Von Bernd Schmidt

02.09.2010 | Die französische Reedereigruppe CMA CGM hat die Zahlen für das erste Halbjahr 2010 bekanntgegeben. Das Unternehmen sucht weiter nach einem Investor und verhandelt angeblich mit türkischen und libanesischen Interessenten.

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Im Vorjahresvergleich erhöhte sich der Umsatz um 41 Prozent auf 6,8 Mrd. USD (1. Halbjahr 2009: 4,8 Mrd. USD). Das Frachtaufkommen nahm um fast 22 Prozent auf 4,4 Mio. TEU (3,6 Mio. TEU) zu.

Das Konzernergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (Ebitda) betrug 1,051 Mrd. USD (minus 568 Mio. USD) und das Nettoergebnis aus der reinen Schifffahrtsaktivität lag bei 864 Mio. USD (minus 518 Mio. USD).

Die Entwicklung im ersten Halbjahr habe bestätigt, dass die Reederei mit den Investitionen in größere, kosteneffizientere Containerfrachter richtig liege, heißt es in einer Pressemitteilung. Zu dem guten Ergebnis beigetragen hätten aber auch andere Faktoren, wie der Aufwärtstrend der globalen Wirtschaft, der eine Zunahme des Frachtaufkommens und höhere Frachtraten nach sich zog, sowie das starke Engagement der eigenen Mitarbeiter. Für das dritte und vierte Quartal seien die Aussichten weiterhin gut.

Um mit dem wachsenden Frachtaufkommen auch künftig Schritt halten zu können, werde CMA CGM mit dem Flottenausbauprogramm fortfahren. Im Juli und August hat die Gruppe bereits sechs Neubauten in Empfang genommen, darunter zwei 13 800-TEU-Frachter und zwei Schiffe mit einer Kapazität von 11 400 TEU. Zudem wurden weitere Schiffe gechartert, was den Flottenbestand auf 394 Einheiten erhöhte. 93 Schiffe davon sind Eigentum von CGA CGM.

Dennoch, ungeachtet der positiven Entwicklung: Angesichts der nach wie vor vorhandenen Unsicherheiten auf den Weltmärkten werde CGA CGM mit dem Kostenreduzierungsprogramm fortfahren, um das Wachstum zu konsolidieren und durch eine starke finanzielle Basis zu festigen. Daher sollen auch die Gespräche mit potenziellen Finanzpartnern fortgesetzt werden. Hintergrund: Die mit 5,6 Mrd. USD verschuldete Reedereigruppe sucht seit einem halben Jahr Geldgeber. Die 63 Gläubigerbanken des Unternehmens fordern seit Ende vergangenen Jahres eine Kapitalerhöhung. Sie machen davon eine Umschuldung und die Gewährung neuer Kredite abhängig.

Bisherige Interessenten wurden jedoch abgelehnt oder zogen sich aus den Gesprächen zurück. Als aussichtsreich galt bis vor wenigen Tagen ein Engagement des belgischen Multimilliardärs Albert Frère; die Verhandlungen gerieten jedoch ins Stocken und auch dieser Deal scheint zu platzen. In diesem Zusammenhang war in den vergangenen Tagen in der französischen Presse zu lesen, dass Jaques Saadé, Vorstand der Reedereigruppe, zeitgleich Verhandlungen mit türkischen und libanesischen Interessenten geführt habe, denen er inzwischen den Vorzug einräume. (sm)

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