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Die Zahl der Güterzüge über den Fehmarnbelt nach Skandinavien reduziere sich von 149 auf täglich etwa 78 Güterzüge, die jedoch eine ähnliche Frachtmenge befördern sollen, teilte das Bundesverkehrsministerium am Dienstag mit. "Die aktualisierte Vorschau geht zwar von weniger Verkehrsaufkommen aus, allerdings von einer höheren Auslastung der Züge", sagte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Enak Ferlemann. "Wir benötigen diese Trasse dringend als zukünftigen Transportweg sowohl im Personen- als auch Güterfernverkehr."
Nabu bezeichnet neue Zahlen als dubios
Der Naturschutzbund (Nabu) als Gegner der Fehmarnbeltquerung bezeichnete die nach unten korrigierte Prognose mit Blick auf das am Dienstag begonnene Raumordnungsverfahren als „dubios“. Das Raumordnungsverfahren soll klären, ob angesichts der geplanten sogenannten Ertüchtigung der Bestandsstraße zwischen Lübeck und teurere Neutrassierungen und extra Lärmschutzmaßnahmen für besonders stark betroffene Ortschaften notwendig werden.
„Durch die plötzlich stark abgeschwächten Zahlen wird das Verfahren zur völligen Farce“, kritisiert der Nabu in einer Presseerklärung. Und weiter: „Offensichtlich soll jetzt auf Kosten der Anwohner am Lärmschutz gespart werden und doch nur wie geplant die bestehende Trasse durch die Ostseebäder ausgebaut und somit das eingespart werden, was das völlig überflüssige Projekt an bereits bekannten Mehrkosten verursachen wird.“
Tunnel billiger als zunächst erwartet
Unterdessen scheint es so, dass ein Tunnel unter dem Fehmarnbelt billiger werden könnte, als ursprünglich angenommen. Das ist das Zwischenergebnis einer Variantenuntersuchung im Auftrag der staatlichen dänischen Planungsgesellschaft Femern A/S. Genauere Zahlen gebe es aber noch nicht, sagte eine Sprecherin der Gesellschaft am Mittwoch.
Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass ein Tunnel mit 5,5 Mrd. EUR rund 1 Mrd. EUR teurer sein würde, als eine Schrägseilbrücke. Die geplante Straßen- und Eisenbahnverbindung zwischen Deutschland und Dänemark soll 2018 eröffnet werden. (dpa)






