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Als eine Konsequenz aus dem Streik wurde die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen, die sich intensiv mit den Strukturen des Lotswesens beschäftigen soll. Ihr werden neben den Lotsen Vertreter der Hafenwirtschaft, der Hafenverwaltungen und der flämischen Regierung angehören. Sie hat die Aufgabe Vorschläge zu erarbeiten, wie die Lotsen zu einer dauerhaft zuverlässig arbeitenden Serviceeinrichtung für die flämischen Häfen werden können.
Der Antwerpener Schiffsmaklerverband ASV hatte dieser Tage die öffentlich-rechtliche Struktur und damit den Beamtenstatus der Lotsen in Frage gestellt. Eine Hafensprecherin erklärte gegenüber der DVZ, "dass es nicht per se um eine Privatisierung des Lotsenwesens geht. Was sich am Ende verändert, das genau ist ja Gegenstand der Arbeitsgruppe“. Die Lotsen erklärten indes, sie hätten „endlich das Gefühl, dass die flämische Regierung unsere Forderungen ernst nimmt“.
Am stärksten betroffen von den Streikaktionen war Belgiens größter Hafen Antwerpen. Die Hafenleitung zeigte sich daher auch besorgt um den internationalen Ruf und mögliche negative Folgen des Streiks. So will die Reederei MSC, die in Antwerpen ein eigenes Terminal betreibt, ihr dortiges Engagement "überdenken". Am Donnerstag hatte sie den Terminalbetrieb zunächst eingestellt und beschlossen vorerst 40 Schiffe nach Rotterdam umzuleiten. Zugleich kündigte sie ernsthafte Konsequenzen für den Standort Antwerpen wegen der wiederholten Lotsenstreiks an. Dabei hatte MSC noch vor wenigen Monaten angekündigt, den Scheldehafen durch weitere Dienste stärken zu wollen.
Allerdings ist auch in Rotterdam nicht alles im grünen Bereich. Der Arbeitskonflikt bei APM-Terminals ist noch nicht beigelegt. Jedoch besteht kein Sachzusammenhang mit den Aktionen der belgischen Seelotsen. (sm)






