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Demnach sind nur Passagiere auf dem Weg von oder nach London-Heathrow von gestrichenen Flügen betroffen. Mehr als die Hälfte der Flüge sei planmäßig abgehoben, hieß es. Reisende seien auf Partner-Gesellschaften umgebucht worden. Etwa jeder siebte Passagier auf Langstreckenflügen kam nicht weiter. Ein weiterer Ausstand ist für je fünf Tage am 30. Mai und am 5. Juni geplant. Tumulte hatten ein Schlichtertreffen vorzeitig beendet.
Während British Airways mitteilte, trotz der Streikaufforderung seien viele Mitarbeiter zur Arbeit erschienen, berichtete die Gewerkschaft Unite von starker Unterstützung und hoher Streikklima beim Kabinenpersonal. Politiker riefen beide Seiten zu neuen Verhandlungen auf statt sich einen Schlagabtausch über das Fernsehen zu liefern.
Am Wochenende waren neue Gespräche gescheitert, nachdem wütende Demonstranten ein Schlichtertreffen gestürmt hatten. Mitglieder der britischen Sozialistischen Arbeiterpartei verschafften sich am Samstagabend Zutritt zu den Verhandlungen. Mit Sprechgesängen störten sie die Sitzung. Sie wollten sich mit der Aktion mit dem Kabinenpersonal solidarisieren. Konzernchef Willie Walsh musste von der Polizei aus dem Gebäude gebracht werden, berichtete Scotland Yard.
Lösung offenbar in Sichtweite
Bei der Schlichtung sollen sich beide Seiten zuvor angenähert haben. Ein Durchbruch sei greifbar nahe gewesen, sagte Walsh. Die Gewerkschaft versicherte, sie habe nichts mit der Stürmung zu tun.
Vergangene Woche hatte British Airways vor Gericht zunächst eine einstweilige Verfügung durchgesetzt und eine erste Streikwelle verhindert. Dann aber hatte die Gewerkschaft vor Gericht den Sieg davongetragen.
British Airways und Unite streiten seit Monaten über Pläne der verlustreichen Fluggesellschaft, beim Kabinenpersonal weiter Geld zu sparen. Rund 1700 Stellen wurden bereits gestrichen. British Airways will mehr. Schon im März hatten Streiks die Fluggesellschaft lahmgelegt. Sie trugen zu einem Rekordverlust bei. Im vergangenen Geschäftsjahr bis Ende März machte Konzern 425 Mio. Pfund (500 Mio. Euro) minus. Die Gründe: Weniger Passagiere, die Wirtschaftskrise und ein harter Winter.
Kritik an Gewerkschaft
Die Fluggesellschaft kritisierte unterdessen den Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Derek Simpson. Er soll die Gespräche im Internet live kommentiert haben. Beim Kurznachrichtendienst Twitter tauchten Kommentare unter seinem Namen auf. (dpa)





