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Die aktuelle Arbeitsunterbrechung reiht sich in eine Kette verschiedener spontaner, meist sehr kurzzeitig organisierter Streiks der Terminalbelegschaft von APMT in den vergangenen Wochen ein. Zwei wesentliche Gründe lösten diesen Konflikt aus: Zum einen geht es um die laufenden Lohn- und Gehaltsverhandlungen zwischen den Gewerkschaften FNV Bondgenoten und CNV sowie der Unternehmensführung. Der Gewerkschaftsforderung nach einer dreiprozentigen Erhöhung, verteilt auf zwei Mal 1,5 Prozent pro Jahr, steht dabei ein Angebot von 2,5 Prozent gegenüber.
Der zweite Auslöser für den schwelenden Arbeitskonflikt liegt in der Forderung nach einer Neufassung der Lebensarbeitszeitbestimmungen. Auch in den Niederlanden steht der Einstieg in die Rente mit 67 auf der politischen Tagesordnung. Sehr wohl verständigten sich Gewerkschaften und Terminalmanagement bereits über eine Arbeitsplatzgarantie für die Beschäftigen bis 2015. Ein Jahr zuvor soll auf der neuen MV II auch ein neues Containerterminal von APMT eröffnet werden.
Ben Vree, neuer Chef von APMT am Standort Rotterdam und zuvor mehrere Jahre an der Spitze des Rotterdam Bergungskonzerns Smit, hatte vor wenigen Tagen in einem Interview mit "Radio Rijnmond" gefordert, die beiden Sachverhalte in den laufenden Tarifverhandlungen nicht miteinander zu verbinden. Gerade das schwierige Thema "Lebensarbeitszeit" und die damit verbundenen Pensionsregelungen seien viel zu komplex und müssten in Ruhe zwischen den Tarifpartnern verhandelt werden.
Die Auseinandersetzungen bei APMT in Rotterdam rief am Freitag auch die Internationale Transportarbeitergewerkschaft ITF auf den Plan. Der Grund dafür: Verschiedene Reedereien, darunter auch die zum APM-Konzern gehörende Maersk-Reederei, routeten kurzfristig Schiffe in anderen Nordwest-Range-Häfen um, vor allem nach Antwerpen. ITF rief die Kollegen in den anderen Häfen dazu auf, sich mit den APMT-Mitarbeitern solidarisch zu erklären. Ausweichschiffe sollten im Rahmen des rechtlich Möglichen entsprechend "behandelt" werden.






