###LOGINANDOUT###
Share |

Reeder weichen mit ihren Schiffen auf andere Häfen aus

APMT in Rotterdam erneut von "wildem" Streik betroffen

Am APMT-Terminal kam es durch den Streik zu operativen Störungen bei der Schiffs- und Lkw-Abfertigung. (Foto: Arndt)

Von Eckhard-Herbert Arndt, Garstedt

10.02.2012 | Das von APMTR betriebene Containerterminal auf der Maasvlakte I (MV I) war am heutigen Freitag erneut Ziel spontaner Arbeitsniederlegungen. Wie das Unternehmen gegenüber der DVZ bestätigte, begann der Streik um 10 Uhr und lief gegen 12 Uhr aus.

-Anzeige-

Die aktuelle Arbeitsunterbrechung reiht sich in eine Kette verschiedener spontaner, meist sehr kurzzeitig organisierter Streiks der Terminalbelegschaft von APMT in den vergangenen Wochen ein. Zwei wesentliche Gründe lösten diesen Konflikt aus: Zum einen geht es um die laufenden Lohn- und Gehaltsverhandlungen zwischen den Gewerkschaften FNV Bondgenoten und CNV sowie der Unternehmensführung. Der Gewerkschaftsforderung nach einer dreiprozentigen Erhöhung, verteilt auf zwei Mal 1,5 Prozent pro Jahr, steht dabei ein Angebot von 2,5 Prozent gegenüber.

Der zweite Auslöser für den schwelenden Arbeitskonflikt liegt in der Forderung nach einer Neufassung der Lebensarbeitszeitbestimmungen. Auch in den Niederlanden steht der Einstieg in die Rente mit 67 auf der politischen Tagesordnung. Sehr wohl verständigten sich Gewerkschaften und Terminalmanagement bereits über eine Arbeitsplatzgarantie für die Beschäftigen bis 2015. Ein Jahr zuvor soll auf der neuen MV II auch ein neues Containerterminal von APMT eröffnet werden.

Ben Vree, neuer Chef von APMT am Standort Rotterdam und zuvor mehrere Jahre an der Spitze des Rotterdam Bergungskonzerns Smit, hatte vor wenigen Tagen in einem Interview mit "Radio Rijnmond" gefordert, die beiden Sachverhalte in den laufenden Tarifverhandlungen nicht miteinander zu verbinden. Gerade das schwierige Thema "Lebensarbeitszeit" und die damit verbundenen Pensionsregelungen seien viel zu komplex und müssten in Ruhe zwischen den Tarifpartnern verhandelt werden.

Die Auseinandersetzungen bei APMT in Rotterdam rief am Freitag auch die Internationale Transportarbeitergewerkschaft ITF auf den Plan. Der Grund dafür: Verschiedene Reedereien, darunter auch die zum APM-Konzern gehörende Maersk-Reederei, routeten kurzfristig Schiffe in anderen Nordwest-Range-Häfen um, vor allem nach Antwerpen. ITF rief die Kollegen in den anderen Häfen dazu auf, sich mit den APMT-Mitarbeitern solidarisch zu erklären. Ausweichschiffe sollten im Rahmen des rechtlich Möglichen entsprechend "behandelt" werden.

Schreiben Sie der Redaktion: redaktion(at)dvz.de »

Sie kennen die DVZ noch nicht?

Lernen Sie jetzt die Zeitung für alle Verkehrs- und Logistikprofis kennen. In der DVZ erhalten Sie exklusive Nachrichten und Hintergrundberichte aus Transport und Logistik.

Jetzt gleich bestellen:

  • Sie erhalten 6 Ausgaben der DVZ Deutsche Logistik-Zeitung kostenlos.
  • Garantiert kein Folgeabo - die Zustellung endet von selbst.
  • Hier geht es zu Ihrer kostenlosen DVZ in gedruckter Form.
  • Hier geht es zu Ihrer kostenlosen DVZ als ePaper.
-Anzeige-

Internationale Bücher

TOP 100 in European Transport and Logistics Services - 2011/2012

Daten und Fakten zur Entwicklung der europäischen Logistikwirtschaft

475,00 EUR 

Die Zukunft des Ladungsverkehrs in Europa

Welche Rationalisierungspotenziale und Perspektiven gibt es für die Ladungsverkehrsbranche?

39,00 EUR 

Global Logistics

Eine detaillierte Untersuchung der Entwicklungen der globalen Logsitik. Status Quo, Trends, Zukunftsstrategien.

  36,00 EUR  

 

DVZ-Sonderbeilagen

Jetzt gratis lesen!

Brandaktuell, hochinformativ: Die Sonderbeilagen der DVZ vertiefen für Sie wichtige Themen aus Transport und Logistik. Jetzt kostenlos anfordern!

DVZ Veranstaltungen

Branchentermine

Newsletter bestellen

Der DVZ-Newsletter - immer auf dem Laufenden.
Hier kostenlos anmelden:

DVZ-Newsletter-bestellen