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Gerade in schwierigen Zeiten sei das Miteinander wichtiger denn je, mahnte Herbert Götz, Präsident des Bundesverbands Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL), vor fast 200 Teilnehmern auf der von BWVL und DVZ ausgerichteten Veranstaltung. ?Kooperative Strategien gepaart mit positivem Denken stellen eines der besten Instrumente zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung dar", betonte er.
Auf Augenhöhe. Kooperation dürfe allerdings keine Einbahnstraße sein, mahnte Hermann Grewer, Präsident des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), in einem Streitgespräch mit Verladervertreter Götz vom BWVL. Es müsse auf Augenhöhe beispielsweise darüber verhandelt werden, wie die Abläufe besser als bisher gestaltet werden können: ?Davon müssen dann beide Seiten etwas haben."
Einig waren sich die Referenten, dass auf der Straße Überkapazität und immenser Preisdruck herrschen. ?Es ist aber kurzsichtig, über den Preis Kapazitäten auslasten zu wollen. Rabatte bringen kein Neugeschäft, sondern nur einen allgemeinen Preisverfall", empfahl Götz. ?Wir drücken die Preise nicht ins Unterirdische, auch wenn wir derzeit in einer guten Position sind", versprach dann auch Klaus Hartmann, Logistik-Chef des Küchenherstellers Nobilia.
Unterschiedlich werden die viel beschworenen Chancen in der Krise gesehen. Während es für Wolfgang Weber, Geschäftsführer des Containertruckers EKB, ebenso wie für einige Teilsegmente im Transport ?nur um das Durchhalten" geht, will Armin Riedl, Geschäftsführer von Kombiverkehr, mit mehr Qualität und neuen Produkten auch und gerade in Krisenzeiten punkten.
Den gemeinsam von BWVL und DVZ verliehenen Kooperationspreis Transport und Logistik erhielten der Teleshopping-Anbieter QVC Deutschland und die Hermes Logistik Gruppe. Gewürdigt wird eine Kooperationslösung, die zu einer Optimierung von Sendungslaufzeiten, geringeren Schadenquoten und deutlichen Kostenreduzierungen führt, lobte BWVL-Hauptgeschäftsführer Christian Labrot.


