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"Wir sind im Spot-Geschäft definitiv blockiert", sagt Eric Förster, Tradelane Manager Afrika bei Ipsen Logistics in Bremen. Bei der Nachfrage nach Tunesien-Transporten gebe es ein "Loch". Ipsen Logistics hat 30 Beschäftigte im Land, aber in der Zentrale in Tunis momentan nur eine Ein-Mann-Notbesetzung. Vorigen Donnerstag und Freitag blieb das Büro zu.
Auch Dachser hielt seine tunesischen Niederlassungen in Radès und Bennane vergangene Woche geschlossen, um die Sicherheit von Mitarbeitern und Gütern zu gewährleisten. Seit Montag werde wieder vereinzelt gearbeitet, sagte ein Sprecher. Firmenweit sei jedoch ein Geschäftsreiseverbot nach Tunesien verhängt worden.
Bei DHL Express komme es in dem Maghreb-Staat "eventuell zu leichten Verzögerungen" bei Abholungen und Auslieferungen, erfuhr die DVZ auf Anfrage. Der Servicepartner vor Ort arbeite jedoch in vollem Umfang. Die meisten Reedereien halten ihre Dienste ebenfalls aufrecht. So verkehrt die Grimaldi Group aus Neapel uneingeschränkt zwischen Italien und Tunis. Die Fähren von Grandi Navi Veloci sind ab Genua ebenso normal im Dienst wie die Containerschiffe von Coscon und Maersk. Sloman Neptun aus Bremen hat indes die Rotation geändert: Ein für Donnerstag geplanter Anlauf der Häfen von Tunis, Radès (Container) und La Goulette (Stückgut) verschiebt sich auf Dienstag kommender Woche. Vorstand Dirk Lohmann zufolge arbeitete La Goulette am Montag noch nicht, Radès nur für Ro/Ro (Trailer-Verkehre).
Der französische Hafen Marseille hält seine wöchentlich zehn Rotationen nach Tunesien mit Verzögerungen aufrecht. DVZ 18.1.2011 (hmr/kls/kk)


