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Man müsse sich auf absehbare Zeit mit den Privatbahnen an einen Tisch setzen, mit denen bislang noch parallel verhandelt wird, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Transnet am Donnerstag nach rund drei Stunden Verhandlungen in Frankfurt. Darin stimme man mit der Deutschen Bahn AG (DB) überein.
Die Gewerkschaft will gemeinsam mit der Schwesterorganisation GDBA einen einheitlichen Branchentarifvertrag für den Nahverkehr durchsetzen. Zur nächsten Runde mit den fünf größten Privatbahnen am 14. September erwarte man von diesen klare Aussagen zum möglichen Niveau des Branchentarifs, sagte der Gewerkschaftssprecher.
Bislang bezahlen die Privaten bis zu 20 Prozent weniger an ihr Personal als der staatseigene Verkehrskonzern, der allerdings auch in einigen Tochtergesellschaften unter dem eigenen Tarif liegt. Ein Bahnsprecher bekräftigte am Donnerstag, dass das Unternehmen für einheitliche soziale Bedingungen eintrete.
Gespräche gehen ab 10. September weiter
Die Tarifparteien vereinbarten eine weitere Verhandlungsrunde am 10. September, noch ohne einen Ort festzulegen. Dann soll über Details wie Arbeitszeit und Zuordnungen gesprochen werden und möglicherweise auch schon über das Entgelt. Transnet/GDBA verlangen ein Tarifplus von 6 Prozent.
Weiterhin parallel laufen die Verhandlungen für die Lokführer. Auch hier will die Konkurrenzgewerkschaft GDL einen einheitlichen Tarif für die Deutsche Bahn AG und ihre private Konkurrenz durchsetzen. (dpa)
