-Anzeige-
Die Studie wurde ins Leben gerufen, um die regionalwirtschaftlichen Wirkungen von Hafeninvestitionen zu beurteilen. Untersucht wurde die Wirkungskette von Seeverkehrswirtschaft auf die Beschäftigung in den Hafenregionen. Grundlage der Ergebnisse bot eine Befragung von 952 Unternehmen, von denen es nach Mitteilung der beiden Initiatoren der Studie eine Rücklaufquote von 71 Prozent gab.
Die Untersuchung ergab hochgerechnet 41 076 Menschen, die hafenrelevante Tätigkeiten ausüben. Das sind knapp 7 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den niedersächsischen Hafenregionen. Im prozentualen Vergleich der hafenabhängig Beschäftigten zu der Gesamtheit der Beschäftigten der jeweiligen Regionen liegen Emden, Nordenham und Wilhelmshaven deutlich über dem Durchschnitt. Dabei spielen Windenergie und Im- und Export sowohl von Rohstoffen als auch von Automobilen eine große Rolle.
23 038 hafenabhängig Beschäftigte wurden bei der Befragung direkt angegeben; zuzüglich 9152 Beschäftigte bei der Marine ergibt das eine Summe von 32 190. Die knapp 30 Prozent der Unternehmen, die keine Angaben gemacht haben, wurden konservativ hochgerechnet und somit das Ergebnis von rund 41 000 hafenabhängig Beschäftigten ermittelt. „Dieses Ergebnis bestätigt unsere Einschätzung, dass die durch uns und unsere Kunden getätigten Investitionen in die Häfen für hohe Beschäftigungseffekte in den Hafenregionen sorgen“, so Dr. Jens-Albert Oppel, Geschäftsführer der Niedersachsenport GmbH & Co. KG.
Die direkten Angaben von 23 038 hafenabhängig Beschäftigten unterteilen sich wie folgt in die Hafenregionen: Brake mit 1470 (6 Prozent), Cuxhaven mit 1808 (8 Prozent), Emden mit 5687 (25 Prozent), Leer mit 519 (2 Prozent), Nordenham mit 942 (4 Prozent), Oldenburg mit 1279 (6 Prozent), Papenburg mit 3319 (14 Prozent), Stade mit 4150 (18 Prozent) und Wilhelmshaven mit 3864 (17 Prozent).
In der genannten Studie wurden zur Seeverkehrswirtschaft drei Bereiche gezählt:
- Seehafenverkehrswirtschaft (Beispiel Hafenumschlagunternehmen, Offshore Windenergie, Reedereien, maritimer Tourismus etc.)
- seehafenbezogene Wirtschaft (Automobilhersteller, Im- und Export von Rohstoffen, Schiff- und Bootsbauunternehmen etc.)
- maritim- und seehafenorientierte Behörden und Institutionen
Die Untersuchung soll künftig weitergeführt werden. „Wir haben mit dieser Studie einen Anfang gesetzt und wollen das Forschungsprojekt in regelmäßigen Abständen wiederholen, um die Beschäftigungsentwicklung kontinuierlich zu beobachten“, so Prof. Dr. Klaus Harald Holocher, Jade Hochschule, Fachbereich Seefahrt. (sm)
seehafenbezogene Wirtschaft (Automobilhersteller, Im- und Export von Rohstoffen, Schiff- und Bootsbauunternehmen etc.)



