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Das Vergabeverfahren konnte bisher aufgrund von Nachprüfungs – bzw. Revisionsverfahren vor der Vergabekammer Lüneburg und dem Oberlandesgericht Celle (OLG Celle) nicht abgeschlossen werden, teilt Niedersachsen Ports mit. Die unterlegene Bietergemeinschaft Hochtief/Ludwig Freitag/Tiefbau GmbH Unterweser hatte bei der Vergabekammer Lüneburg Beschwerde gegen die vorgesehene Vergabe für das Los I – Ingenieurbau – eingelegt. Das OLG Celle hat am Mittwoch dem Antrag der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG zugestimmt und den vorzeitigen Zuschlag für den Hauptauftrag zur Sanierung der Nesserlander Schleuse gestattet.
Ende Juni 2010 könne nun die Startkonferenz stattfinden. Dann träfen sich alle Projektpartner erstmals gemeinsam, um den weiteren Bauablauf festzulegen. Die Gesamtbaumaßnahme werde dann zum Sommer 2013 fertig gestellt sein. Bereits im Herbst 2010 werde im Bereich der Nesserlander Schleuse eine verbesserte Deichsicherheit hergestellt sein.
Die Nesserlander Schleuse wurde im Sommer 2006 nach dem Bruch eines Halslagers am Binnenhaupt außer Betrieb genommen. Das technische Sanierungskonzept von 2007 sieht eine seeseitige Anpassung des Außenhauptes vor, so dass es künftig ein sturmflutsicheres Niveau von NN +7,00 m hat. Die Auftragssumme für das umfangreiche Los 1 beträgt 31,5 Mio. Euro.
Das Konzept legt neben einer Nutzungsdauer von mindestens 80 Jahren auch eine Erweiterung der Abmessungen an eine größere Flottenstruktur zugrunde. Damit erweitert sich die nutzbare Einfahrtbreite (von zuvor 14,30 m) auf 18 m, die nutzbare Kammerlänge von zuvor rund 110 auf rund 180 m und die Wassertiefe – bezogen auf den Hafenwasserstand – von zuvor 5,50 auf 7,10 m. Damit würden die Abmessungen den Anforderungen der modernen Binnen- und Küstenschifffahrt gerecht; Binnenschiffe können dann bis zu einer Klasse von 2600 t und Küstenmotorschiffe der 5000 tdw-Klasse geschleust werden, so der Hafenbetreiber. (sm)


