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Die Oder ist vom Eis befreit, der Einsatz der deutsch-polnischen Eisbrecherflotte beendet. In dieser Woche würden die Schifffahrtszeichen wieder aufgestellt, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Eberswalde (Kreis Barnim) am Montag. Der Schiffsverkehr auf dem Grenzfluss könne möglicherweise schon Ende dieser Woche wieder aufgenommen werden. Dazu seien noch Absprachen mit der polnischen Seite notwendig. ?Ein genauer Termin wird noch festgelegt.? Im Gegensatz dazu seien Verbindungskanäle noch nicht eisfrei. So war ein Eisbrecher am Montag um Schwedt herum im Einsatz.
Laut einer Mitteilung des Amtes sind die Eisschollen auf dem Oder-Havel-Kanal zwischen Lehnitz und dem Schiffshebewerk Niederfinow beziehungsweise Hohensaaten durch die Nachtfröste nicht geschmolzen. Eine Freigabe der Schifffahrt zwischen Berlin und Szczecin sei deshalb derzeit nur auf Teilstrecken möglich: von Berlin bis Hennigsdorf/Velten sowie von Szczecin bis Schwedt. Viele Kanäle sind immer noch für die Schifffahrt gesperrt.
Zur Hochwassergefahr sagte der Sprecher, der Wasserstand der Oder bewege sich auf mittlerem Niveau. Sollte auf polnischer Seite eine Hochwasserwelle erkannt werden, dauere es etwa eine Woche bis diese Brandenburg erreicht habe. Wie das Hochwassermeldezentrum Potsdam berichtete, schwillt das Wasser im Flussgebiet Stepenitz an. An drei Pegeln seien die Richtwerte für die Alarmstufe I, an zwei Messstellen für die Alarmstufe II überschritten worden, hieß es. Wegen nachlassender Niederschläge sei allerdings mit leicht fallenden Wasserständen zu rechnen.
Für die Einzugsgebiete von Mittlerer Elbe, Havel, Lausitzer Neiße, Schwarzer Elster und Spree lagen auf der Internet-Seite des Landesumweltamtes keine Hochwasserwarnungen vor. (dpa)


