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Die niedersächsische Landesregierung hat die Planungsfrist für die umstrittene milliardenteure so genannte Y-Trasse von Hannover nach Bremen und Hamburg verlängert. Das teilte das für die Raumordnung zuständige Ministerium am Mittwoch in Hannover mit. Nach der politischen Willenserklärung für das Bahnprojekt sei jetzt zu erwarten, dass die Deutsche Bahn die Planungen zügig vorantreibe, sagte ein Sprecher der Genehmigungsbehörde in Lüneburg. Grundsätzliche Änderungen im Trassenverlauf soll es nicht geben. Die bis 2019 geplante Y-Trasse soll den ICE-Verkehr beschleunigen und auf den bisherigen Bahnlinien Platz für zusätzliche Güterzüge schaffen.
Die Geltungsdauer der landesplanerischen Feststellung wäre im März 2009 abgelaufen, danach hätte mit den Vorplanungen neu begonnen werden müssen. Obwohl das Ministerium für das Verfahren bis zur Baugenehmigung nun weitere acht Jahre einräumte, geht die Planungsbehörde nicht davon aus, dass sich der Bau der Y-Trasse über 2019 hinaus verzögert.
Die ursprünglich alleine für die schnellere Fahrt der ICE-Züge geplante Strecke erhitzt seit Jahren die Gemüter. Während Vertreter aus Politik und Wirtschaft den Bau inzwischen auch für die Entlastung des ansteigenden Containertransports aus den Häfen befürworten, halten Kritiker ihn für verspätetet und zu teuer. Die Kosten waren vor Jahren auf 1,3 Mrd. Euro veranschlagt und werden inzwischen weitaus höher eingeschätzt. Die Strecke soll von Hannover aus entlang der Autobahn A 7 Richtung Norden verlaufen und in die Bahnstrecken Soltau-Bremen und Bremen-Hamburg münden. (dpa)


