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Am vorvergangenen Wochenende ist Theo Albrecht gestorben. Mit dem Tod des 88-Jährigen, der gemeinsam mit seinem Bruder Karl den Discounter Aldi gegründet hat und den nördlichen Teil des Imperiums regierte, tritt eine Art von Unternehmen in das Scheinwerferlicht, welches die Seele der deutschen Wirtschaft ist, aber in der Regel wenig Einblick in die eigene Seele gewährt: das Familienunternehmen.
Der Stiftung Familienunternehmen zufolge sind etwa 95 Prozent aller Firmen in Deutschland in Familienhand und/oder werden zumindest von einem Clan geführt. Auch in Zusammenhang mit dem Tod Theo Albrechts spielte das Thema Familienunternehmen eine große Rolle. Es wurde nämlich landauf landab darüber spekuliert, die Kinder des Gründers könnten mit der Führung des Familienkonzerns überfordert sein und der Discount-Gigant folglich auseinanderbrechen.
Dies verwundert ein wenig, schließlich gelten Familienunternehmen gemeinhin als besonders stabil, krisensicher und in ihrer ganzen Unternehmensphilosophie als langfristig ausgerichtet. Andererseits ist ebenjenes Thema Nachfolge die Achillesferse vieler Familienunternehmen. 430.000 Familienunternehmen suchen dem Wirtschaftsrat Deutschland zufolge bis 2014 einen Nachfolger für die Unternehmensleitung.
Keine leichte Aufgabe
Ein Familienunternehmen zu führen und seinen Fortbestand zu sichern, ist also keinesfalls leicht. Die Intes Akademie für Familienunternehmen und der Verband "Die Familienunternehmer – ASU" haben daher Mitte Juni eine überarbeitete Fassung eines Governance Kodex speziell für Familienunternehmen vorgelegt. Es ist so etwas wie eine Gebrauchsanweisung für erfolgreiches Familienunternehmertum. (sr)
Eine Langfassung des DVZ-Spezials zum Thema "Familienunternehmen" lesen Sie in der aktuellen DVZ vom 3. August 2010.
Studie Deutsche Familienunternehmen
Interview mit Andreas Froschmayer
