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Die meisten der 29 europäischen Staaten liegen noch unter dem 2008er-Niveau

Logistikmarkt Europa legt zu

In Deutschland ist auch für 2011 laut Fraunhofer mit einem Wachstum von 5 bis 7 Prozent zu rechnen. (Bild: Hafen Lübeck)

Von Claudius Semmann, Hamburg

18.10.2011 | Der Logistikmarkt Europa hat im vergangenen Jahr ein Volumen von 930 Mrd. Euro erreicht. Das ist zwar eine deutliche Steigerung gegenüber dem Krisenjahr 2009 (880 Mrd. Euro). Das 2008er-Niveau wurde aber noch verfehlt (950 Mrd. Euro), wie die aktuelle Studie "Top 100 in European Transport and Logistics Services" der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS) zeigt.

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Die Fraunhofer-Forscher präsentieren die aktuelle Ausgabe der Top 100 der Logistik in Europa ab Mittwoch auf dem 28. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin. Demnach konnten sich die Logistikmärkte in Deutschland, Frankreich, Skandinavien und auch in Osteuropa im Jahr 2010 wieder erholen – ganz im Gegensatz zu Märkten wie Spanien, Großbritannien, Irland oder Portugal.

Die europäischen Logistikfirmen transportierten in den 27 EU-Staaten sowie Norwegen und Schweiz 2010 ungefähr 18,9 Mrd. Tonnen Fracht und damit 2,3 Mrd. Tonnen weniger als in der letzten Studie zwei Jahre zuvor. Die durchschnittlichen Transportkosten lagen bei 20,50 Euro/Tonne (2008: 19,50 Euro/Tonne).

Die Ausgaben im Segment industrielle und Konsumgüter-Kontraktlogistik sind seit 2008 von 370 Mrd. Euro auf 381 Mrd. Euro gestiegen. Führend sind hier die Deutsche Post DHL, Kühne + Nagel (KN), Maersk, Arvato und Wincanton.

Auslagerungsgrad bei 49 Prozent

Rund 210 Mrd. Euro des Gesamtumsatzes in Europa entfielen der Studie zufolge auf den deutschen Markt. Das entspricht einem Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009. Es folgen mit weitem Abstand Frankreich (122,7 Mrd. Euro), Großbritannien (92,3 Mrd. Euro) und Italien (89,1 Mrd. Euro). Die Top-5-Unternehmen in Deutschland sind die Deutsche Post DHL, DB Mobility Logistics, KN, Dachser und Rhenus. Auch europaweit steht der Bonner Logistikkonzern an der Spitze. Der Outsourcinggrad liegt in Deutschland etwa bei 49 Prozent. Für Europa schätzt Prof. Christian Kille, einer der Autoren der Studie, ihn im Durchschnitt ähnlich ein. Das bedeutet: Etwa 460 Mrd. EUR werden von den Verladern aus Industrie und Handel noch selbst erbracht. DVZ 18.10.2011

 Die Studie kann über den DVZ-Shop für 427 Euro (ab 1. 11. für 475 EUR) bestellt­ werden.

Schreiben Sie der Redaktion: redaktion(at)dvz.de »
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