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Logistik auf der Schiene wird attraktiver

Die Preisentwicklung hat sich beim Verkehrsträger Schiene bereits in der Nachfrage bemerkbar gemacht.

Von UP Autom.

03.02.2009 | Die Eisenbahnen sind auch unter Kostengesichtspunkten für die verladende Wirtschaft interessanter geworden. Darauf macht Annette Jordan, Geschäftsführerin von SBB Cargo Deutschland, aufmerksam.

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Auf einer gemeinsamen Tagung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) am Dienstag vergangener Woche in Köln nannte Jordan das Beispiel SBB Cargo. Inflationsbereinigt sei der Transportpreis im Zeitraum von 2000 bis 2006 pro Netto-tkm von 8,4 auf 5,8 Cent ? also um 30 Prozent ? gefallen. Die Qualität habe sich demgegenüber verbessert.

Die Preisentwicklung hat sich bereits in der Nachfrage bemerkbar gemacht. Seit der Bahnreform 1994 in Deutschland stieg die Güterverkehrsleistung auf der Schiene um 62 Prozent. Das Ziel ?Mehr Verkehr auf die Schiene" gelte aber dennoch weiter, bekräftigte der Abteilungsleiter Eisenbahnen im Bundesverkehrsministerium, Thomas Kohl.

Der Bund lässt sich die Unterstützung der Transportverlagerung einiges kosten. Zusätzlich zu den Haushaltsmitteln fließen 2009 und 2010 insgesamt 1,22 Mrd. EUR. Aus dem ?Arbeitsplatzprogramm Bauen und Verkehr" kommen 570 Mio. EUR zuzüglich 50 Mio. EUR für Lärmschutz. Aus dem ?Pakt für Beschäftigung und Stabilität" fließen weitere 600 Mio. EUR für Bahnanlagen, Personenbahnhöfe und Lärmschutz.

Die Schiene lässt sich gut für schwierige Transportaufgaben einsetzen. Darauf macht Bülent Ileri, Logistikleiter des Landmaschinen-Herstellers Claas, aufmerksam. Mähdrescher würden durchschnittlich 25 Tage im Jahr eingesetzt ? das stelle hohe Anforderungen an die Logistik, die meist per Bahn abgewickelt wird.

Zunehmend sind auch Nichtbundeseigene Eisenbahnen in der Lage, einzelne Waggons zuzustellen. Nach Darstellung von Horst Leonhardt, Vorstand der Kölner Eisenbahn HGK, betreibt sein Unternehmen außer in Köln auch in Hamburg, Rotterdam, Ingolstadt, Ludwigshafen und Berlin Ortslokomotiven, die Gleisanschlüsse bedienen.

Dr. Jörg Hilker, Leiter Regionalvertrieb und Marketing Rail bei DB Schenker Rail, betont die Zukunftssicherheit des Schienenverkehrs. Die Bahn sei das einzige Verkehrsmittel, das unabhängig vom Erdöl fahren könne. Umweltaspekte werden nach DB-Erkenntnissen bei der Verkehrsträgerwahl der Verlader langfristig auf den dritten Platz der Kriterien rücken ? nach Zuverlässigkeit und Preis.

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