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Wie die Beratungs- und Forschungsinstitute K+P Transport Consultants, Freiburg, und Fraunhofer ISI, Karlsruhe, ermittelten, nehmen Lang-Lkw in der Ausführung 44 t/25,25 m dem Einzelwagenverkehr zwischen 22 und 38 Prozent Verkehrsleistung (in Tonnenkilometer – tkm) ab. Grund sei die höhere Wirtschaftlichkeit der Lkw-Kombinationen. Im Kombinierten Verkehr liege die Größenordnung zwischen 11 und 13 Prozent. Auch andere Fahrzeugkombinationen wurden untersucht – beispielsweise der 14,95-m-Sattelauflieger und der Lang-Lkw in der Variante 60 t/25,25 m. Deren Verlagerungseffekte schätzen die Institute als weniger gravierend ein. In Deutschland ist derzeit ein Feldversuch mit 40 t und 25,25 m in Vorbereitung.
Die beteiligten Bahnen verlieren 2020 entlang der fünf Korridore Umsätze von 484 Mio. EUR im Kombinierten Verkehr und 504 Mio. EUR im Einzelwagenverkehr. Hierbei legten die Gutachter einen durchschnittlichen Erlös der Eisenbahnen von 30 bis 40 EUR pro 1000 tkm zugrunde. Die Bahnen müssten zudem investieren, um Terminals für längere Fahrzeugkombinationen umzubauen.
„Angesichts der Ergebnisse sollte man bedenken, dass Schienengüterverkehr im allgemeinen und der Einzelwagenverkehr im besonderen durch eine sehr geringe Wirtschaftlichkeit charakterisiert sind und selbst auf geringe Veränderungen des Verkehrsaufkommens sehr empfindlich reagieren", halten die Gutachter fest. Sie erwarten eine „Abwärtsspirale" aus abnehmendem Verkehrsaufkommen und steigenden Stückkosten, die den Marktanteilsverlust noch beschleunigen werde.
Die Studie kann kostenfrei auf der Homepage der CER heruntergeladen werden. (DVZ 15.11.2011)
www.cer.be
Der Feldversuch mit 25-m-Lkw ist auch Gegenstand des aktuellen DVZ-Brennpunkts

