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"Ich freue mich, dass die Grenzkontrollen von der neuen dänischen Regierung nicht weiter verfolgt werden", sagte Zenner am Donnerstag bei seinem Antrittsbesuch in der Grenzstadt Flensburg.
Nun müsse die Zusammenarbeit, wie sie im Vertrag von Schengen festgehalten sei, fortgeführt werden. Schengen bedeute den Abbau normaler Grenzkontrollen, nicht aber Verringerungen im Kampf gegen die grenzüberschreitende Kriminalität. Zenner war auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Börnsen nach Flensburg gekommen.
Er sprach auch mit Oberbürgermeister Simon Faber (SSW).
Eine große Chance für eine Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Dänemark und Deutschland sah der Botschafter in der Rolle der jeweiligen Minderheiten im Nachbarland, der deutschen in Süddänemark und der dänischen in Schleswig-Holstein. Sie förderten den gegenseitigen Erfahrungsaustausch. "Das führt dazu, dass die Menschen sich besser verstehen." In der deutsch-dänischen Grenzregion sehe man ein "gelebtes Europa". Die Schulen der jeweiligen Minderheiten, der Austausch von Studenten und die Kooperation von Universitäten seien wichtig, um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen.
Verkehrsprojekte im Blick
Zenner würdigte zudem die Rolle der deutsch-dänischen Verkehrskommission, in der Vertreter der dänischen und der Kieler Regierung Infrastrukturprojekte koordinieren. Börnsen mahnte an, den Vorzug bei finanzieller Förderung nicht allein an die Fehmarnbelt-Region gehen zu lassen. Auch Faber wünschte sich etwa eine bessere Bahnanbindung seiner Stadt. Die entspräche nicht dem Standard, den man in den beiden Ländern sonst kenne und erwarte. (lno)



