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"Wir brauchen beides: eine sehr gute Planung auf Basis von Prognosen und Flexibilität", sagte Liesbeth van Vreckem, die bei BASF die Nachfrageplanung verantwortet. "Planung hilft uns, die Komplexität zu beherrschen." Bei dem Konzern entwickeln 73 Geschäftseinheiten Strategien für 86 Produktbereiche.
Die Produkte durchlaufen am Standort Ludwigshafen bis zu 25 Fertigungsstufen. BASF hat 40.000 Lieferanten, 135.000 Kunden und 380 Produktionsstandorte. Derzeit führt der Konzern Van Vreckem zufolge ein Konzept ein, dass auf einer integrierten Absatzplanung, einer Grobplanung sowie einer Produktionsfeinplanung basiere. Damit habe sich die Planungsqualität zuletzt durchschnittlich um 16 Prozent verbessert.
Eine Absatz- oder Mengenplanung gibt es bei WGH nicht, wie Markus Rütters, Chef der Veltins-Beteiligungen, in Berlin erläuterte. Das Getränkegeschäft ist extrem saisonal und aktionsgetrieben. "Alle 1500 Artikel werden unterschiedlich nachgefragt", sagte Rütters. Allerdings sei Verfügbarkeit im Verkaufsregal das A und O. "Die Logistik muss daher flexibel, sicher, nachhaltig und wandlungsfähig sein."
Der Autopflegespezialist Sonax ist ebenfalls extrem abhängig vom Wetter. "Wir planen, Prognosen sind aber völlig sinnlos, da alles von heute auf morgen passieren muss", berichtete Karlheinz Schmidt, Geschäftsleitung Produktion und Technik. Mittlerweile hat das Unternehmen eine Just-in-time-Produktionssteuerung etabliert. "Wir können auf Zuruf die Fertigung runter- oder hochfahren." Bei der Distribution setzt Sonax auf den Dienstleister Loxxess. (cs)
