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Der geplante Ausbau der Bahnlinie zur Fehmarnbelt-Querung bedroht nach Ansicht der Badeorte in Ostholstein den regionalen Tourismus. Durch die Hinterland-Anbindung an die Querung werde eine Zunahme der Züge von derzeit 30 auf 220 pro Tag erwartet, sagte der Vorsitzende des Tourismus-Ausschusses von Timmendorfer Strand, Ingo Menke zum Felde (CDU), am Freitag. Alle sechs Minuten werde dann ein Zug durch Touristenorte wie Timmendorfer Strand, Scharbeutz oder Sierksdorf fahren. Zudem liege die Bahnlinie nur wenige hundert Meter von den Stränden entfernt. ?Der Tourismus wird nachhaltig geschädigt?, sagte er.
Menke zum Felde forderte die Bahn auf, eine Alternativplanung abseits der Touristenorte in Betracht zu ziehen, so lange die Entscheidung für den Ausbau dieser Strecke noch nicht gefallen sei. Wenn alle sechs Minuten die Schranke unten sei, würden ganze Ortschaften durchschnitten. ?Wir sorgen uns auch um die Lebensqualität der Bewohner?, sagte er. Menke zum Felde sagte weiter, er suche den Kontakt zur Bahn, um eine Klage zunächst zu verhindern. ?Wir wollen die Bahn dazu bringen, eine andere Strecke zu wählen.?
Die Fehmarnbelt-Querung zwischen dem dänischen Rødby und Puttgarden auf der Insel Fehmarn ist das nach derzeitigem Stand größte Brückenbauprojekt Europas. Die Kosten von 4,4 Mrd. Euro will Dänemark allein tragen. Deutschland übernimmt die Kosten für die notwendigen Straßen- und Schienenanbindungen auf deutscher Seite in Höhe von knapp 1 Mrd. Euro. Mit der Querung des Fehmarnbelt soll sich die Fahrzeit zwischen Hamburg und Kopenhagen von vier auf drei Stunden verkürzen. (dpa)


