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Nach Informationen der DVZ hat Etihad-Chef James Hogan diese Überlegungen jetzt dem engeren Führungszirkel der Frachtdivision CrystalCargo angekündigt. Damit zeichnet sich ab, dass die 2003 gegründete Gesellschaft die erste Airline der Golf-Region ist, die eine eigens aufgebaute Frachterflotte wieder abstößt. Bei den Flugzeugen handelt es sich um zwei geleaste Airbusse A300-600F, die der arabische Flieger seit 2005 betreibt, sowie eine vom US-Anbieter World Airways 2007 gemietete MD-11F. Diese Maschinen setzt Etihad beispielsweise auf Umläufen zwischen Abu Dhabi und -Frankfurt-Hahn ein.
Weitere Kernstrecken der Gesellschaft sind Flüge zwischen den Arabischen Emiraten und Lagos in Nigeria sowie Addis Abeba in Äthiopien. Zudem bietet Etihad die Kapazitäten der Frachterflotte bislang internationalen Kunden für Bedarfsflüge an. Speziell für die Charterabteilung der Fluglinie dürften die Pläne von Chief Executive Hogan das Aus bedeuten, da sie künftig kein eigenes Cargogerät mehr zur Verfügung hat, das sich vermarkten ließe.
Auch könnte die anstehende Entscheidung ein Signal dafür sein, dass Etihad langfristig auf den Aufbau einer eigenen Frachterflotte verzichtet. Zwar hat die Airline drei A330-200F bei Airbus fest bestellt, die ab 2011 ausgeliefert werden sollen. Allerdings ist denkbar, dass der Carrier diesen Auftrag in Passagierversionen umwandelt. Denn offenbar wächst der Druck auf das Management, sich von Verlustbringern zu trennen. (hs/ma)


