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Ermittler des Landeskriminalamtes Niedersachsen (LKA) nahmen den Mann Ende März nach seiner Einreise aus dem Ausland an der Autobahn bei Salzgitter fest, wie das LKA am Freitag mitteilte. Er soll zusammen mit anderen Betriebsangehörigen und zwei Sachverständigen Leasing-Gesellschaften um mehrere Millionen Euro betrogen haben.
Dabei sollen die Männer die Identifizierungsnummer von zum Teil sehr alten Sattelaufliegern abgeschliffen und durch neue Nummern des Fahrzeugherstellers ersetzt haben. So sei es gelungen, für einen nicht vorhandenen Lkw-Anhänger einen Kfz-Brief zu erhalten und diesen an Leasing-Gesellschaften zu verkaufen und dafür Millionen zu kassieren. Zudem steht der 44-Jährige im Verdacht, Bargeld aus dem Firmenvermögen entnommen zu haben, obwohl er wusste, dass Ricö längst zahlungsunfähig war.
Die ehemalige Großspedition war Anfang vergangenen Jahres in Schieflage geraten und hatte im März 2008 Insolvenzantrag gestellt. Ursprünglich hatte Ricö in Deutschland 1000 eigene Mitarbeiter. 2000 weitere Menschen waren bei der ebenfalls insolventen polnischen Tochter beschäftigt. Der Fuhrpark war überwiegend geleast. Von den angeblich bis zu 7000 vorhandenen Fahrzeugen konnten nach Angaben des Insolvenzverwalters nur etwa 3100 sichergestellt werden. (dpa)


