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Dies war Tenor einer Veranstaltung des Bundesverbands Materialwirtschaft Einkauf und Logistik zum Thema Grüne Logistik diese Woche in Frankfurt am Main.
Ziel ist, die Logistiknetze in Bezug auf die Transportkosten und die CO2-Bilanz zu optimieren. Die Verlader brauchen die Angaben zu den Emissionen der Verkehrsträger, um die effektivsten Maßnahmen zur Senkung zu finden. In diesem Zusammenhang gibt es allerdings noch viele Unklarheiten. ?Gemessene CO2-Emissionen in der Logistik sind kaum vergleichbar?, sagt Birgit Heftrich, verantwortlich für Supply Chain und Beschaffung bei der Siemens AG in Erlangen. In ihrem Unternehmen versucht man daher, stufenweise vorzugehen. Das soll den Aufwand der Datenermittlung in ökonomisch vertretbaren Grenzen halten. ?Mit Lieferanten und Dienstleistern erarbeiten wir im Dialog ein geeignetes CO2-Reporting?, sagte Heftrich. ?Das Thema soll Eingang finden in unsere Lieferantenqualifizierung.?
CO2-Senkung beginnt bei den Dienstleistern beim Transport. Dazu gibt es Ansätze wie Fahrerschulungen, um den Dieselverbrauch zu senken, Start-Stopp-Technik für Lkw, Telematiksysteme oder die Wahl der Reifen. Die dafür notwendigen Investitionen sind in der Regel nicht hoch. ?Viele dieser Maßnahmen sind für Unternehmen wirtschaftlich und führen zudem zu geringeren CO2-Emissionen?, sagt Prof. Paul Wittenbrink von der Berufsakademie Lörrach, Studiengang BWL-Spedition, Transport und Logistik. Dies gelte um so mehr, sobald der Dieselpreis wieder steigt. Er empfiehlt den Verladern mit Umweltzielen, bei den Dienstleistern die umgesetzten Maßnahmen zur CO2-Senkung zu erfragen: ?Dies kann für die Preisverhandlungen belebend sein.?
Verlader sollten aber bereit sein, einen Teil der Kosten zu übernehmen, wenn Umweltziele für sie wichtig sind, für den Dienstleister aber erhebliche Investitionen bedeuten. DVZ 4.4.2009 (rok)


