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Mit einer schnellen Annäherung wurde in der vierten Runde nicht gerechnet. Nach Angaben des Sprechers der Bahn liefen die Gespräche konstruktiv und in guter Atmosphäre. Auch der Sprecher der Gewerkschaft sprach von konstruktiven und sachlichen Verhandlungen. Es gebe aber noch viele juristische Fragen zu klären.
Die GDL hat einen einheitlichen Flächentarifvertrag für alle rund 20.000 Lokführer in Deutschland als zentrales Verhandlungsziel ausgerufen. Daneben fordert sie Entgeltsteigerungen um fünf Prozent. In der kommenden Woche verhandelt die GDL in Berlin erstmals offiziell mit Vertretern von fünf großen Privatbahnen. Parallel laufen zudem Verhandlungen der beiden anderen Bahngewerkschaften Transnet und GDBA für die übrigen Bahnbeschäftigten.
Vor den Tarifverhandlungen mit der DB hat der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, einem bundeseinheitlichen Mindestlohn eine Absage erteilt. "Wir reden nicht über Mindestlöhne", sagte Weselsky der "Sächsischen Zeitung". Es brauche den Mindestlohn nur, wo die Gewerkschaft den Markt nicht selbst regulieren könne. Die Lokführer seien zu 75 Prozent organisiert und müssten nicht mit dem Minimum zufrieden sein.
DB hat Interesse an Branchentarifvertrag
Eine einheitliche Bezahlung wäre möglicherweise auch im Sinne des staatseigenen Betriebs, der sich bei der Vergabe von Verkehrsleistungen immer wieder privater Konkurrenz ausgesetzt sieht, die bis zu 20 Prozent weniger an ihre Beschäftigten zahlt. Auch die Bahn zahlt bislang in einigen Tochtergesellschaften unterhalb des eigenen Tarifs.
Weselsky hatte am vergangenen Wochenende gesagt, dass wichtige Hürden auf dem Weg zu einem einheitlichen Tarifwerk bereits in Sondierungsgesprächen ausgeräumt worden seien. Dabei ging es insbesondere um Übernahmeregelungen für die Beschäftigten, wenn bei einer Neuvergabe eine Strecke von einem anderen Unternehmen übernommen wird. (dpa)


