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Branchentarifvertrag

DB-Konkurrenten sind zu Verhandlungen bereit

28.07.2010 | Die privaten Bahnbetreiber in Deutschland sind zu Verhandlungen über einen Branchentarifvertrag bereit. Das ist das Ergebnis eines Sondierungsgesprächs der Verkehrsunternehmen Veolia, Abellio, Arriva, Benex und Keolis mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA am Mittwoch in Berlin.

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Wie die beiden Organisationen mitteilten, sind noch zahlreiche Themen strittig, darunter das Bezahlungsniveau. Dies solle als einer der ersten Punkte in den Tarifverhandlungen geklärt werden. "Das Thema hat für uns höchste Priorität", stellten der Transnet-Vorsitzende Alexander Kirchner und GDBA-Vize Heinz Fuhrmann fest.

Mit einem Branchentarifvertrag wollen Transnet, GDBA und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Lohndumping verhindern. Bei privaten Bahnen liegt das Einkommensniveau teils 20 Prozent unter dem der bundeseigenen Deutschen Bahn.

Die Verhandlungen mit den beteiligten Unternehmen werden den Angaben zufolge im August beginnen. Ein Termin stehe noch nicht fest. "Der Prozess ist aber auch ausdrücklich offen für andere Unternehmen. Nur wenn weitere Unternehmen dazu kommen, können wir einen Branchentarifvertrag erreichen", sagten Kirchner und Fuhrmann. Vor allem müsse auch die Deutsche Bahn an den Tisch.

DB schon in der nächsten Runde

Mit der Bahn verhandeln Transnet und GDBA am Donnerstag in Frankfurt am Main in zweiter Runde. Dabei geht es auch um eine Einkommenserhöhung für rund 165.000 Konzernbeschäftigte. Transnet und GDBA fordern Verbesserungen im Volumen von sechs Prozent. Die GDL verlangt für ihre Klientel fünf Prozent mehr Geld. Sie setzt sich für einen Branchentarifvertrag für alle in Deutschland beschäftigten Lokführer ein.

Bahnchef Rüdiger Grube geht vorsichtig optimistisch in die weiteren Verhandlungen über einheitliche Tarifstandards in der Branche. Er sei zuversichtlich, "auf dem Verhandlungsweg zu einem tragfähigen Ergebnis zu kommen, und zwar auch ohne Streiks". Die Bahn unterstütze das Anliegen, dass Wettbewerb nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen dürfe. (dpa)

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