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Baldissara befürchtet, dass dies erst der Anfang sein könnte. Nicht zu Unrecht, wie Carlos Da Silva, Analyst des Marktbeobachtungsinstitutes IHS Automotive, aufzeigte. Er sieht insbesondere bei den Volumenfahrzeugen im westeuropäischen Markt für 2012 kein Wachstum. Die Finanzkrise schaffe Unsicherheit und trübe die Konsumlaune ein. Erst 2013 und 2014 könnte die Automobilindustrie – und damit die Fahrzeuglogistiker – wieder mit mehr Neufahrzeugabsätzen rechnen. "Besonders in Südeuropa wurden die Automobilabsätze um 20 Jahre zurückgeworfen", beschreibt da Silva die aktuelle Situation.
Da Silva und Daimler-Distributionschef Egon Christ zeigten jedoch auf, dass nicht alle Marken – und somit nicht alle Logistiker – einem schlechten Jahr 2012 entgegensehen. Da Silva rechnet mit einem Wachstum der Exporte vor allem im Premiumsegment – und die werden unverändert in Deutschland gebaut und dann in alle Welt transportiert.
Gern würden die Hersteller auch enger kooperieren, um paarige und effizientere Transportströme durch bessere Bündelung zu erreichen. Das Kartellrecht zwingt jedoch zur Vorsicht. Das betrifft auch unternehmensübergreifende Verabredungen zwischen den OEM und ihren Logistikern. Einen "Code of Conduct", der die Zusammenarbeit regeln soll, unterschrieb unter anderem Daimler wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken nicht. Gespräche über ein Empfehlungswerk werden auf Verbandsebene zwischen der ECG und dem Herstellerverband ACEA im Dezember fortgesetzt. DVZ 18.10.2011 (hel)


