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"Unser Ziel ist, einen gemeinsamen Tarifvertrag abzuschließen, der alle Berufsbilder erfasst", sagte ein Sprecher der Benex-Holding der Hamburger Hochbahn. Der Vertrag solle für gut 10.000 Beschäftigte der fünf Unternehmen Benex, Abellio, Arriva, Keolis Deutschland und Veolia Verkehr ausgehandelt werden, die sich für die Tarifgespräche zusammengetan haben. Bisher haben sie jeweils eigene Verträge. An diesem Montag ist die erste Runde mit der Lokführergewerkschaft GDL geplant. Am Dienstag folgt der Auftakt mit den beiden größeren Gewerkschaften Transnet und GDBA.
"Wir gehen zuversichtlich in die Verhandlungen", sagte der Benex-Sprecher. Sie seien aber auch eine Herausforderung, da es um einen großen Wurf gehe. Die Bahn-Gewerkschaften wollen in dieser Tarifrunde einen Durchbruch für einheitliche Tarifstandards in der gesamten Branche erzwingen. Dies soll einen Konkurrenzkampf über die Löhne vermeiden. Separat laufen dazu Verhandlungen mit der Deutschen Bahn über einen Branchentarifvertrag. Die Einkommen bei den Konkurrenten liegen teils um 20 Prozent unter dem Niveau des bundeseigenen Konzerns.
Über den Umgang mit den Gewerkschaftsforderungen gibt es im Lager der Arbeitgeber Streit. Der Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen
(AGVDE) lehnt einen Branchentarifvertrag ab, da dieser die starke Position der Deutschen Bahn zementieren würde. Die fünf Privatbahnen haben die Arbeitsdirektorinnen Ulrike Haber-Schilling (Veolia) und Ulrike Riedel (Benex) zu Verhandlungsführerinnen bestimmt. (dpa)


