Studie fordert EU-Behörden zur eingehenden Marktüberwachung auf
Wirtschaftskrise fördert unlautere Airline-Hilfen
19.11.2009 | Die aktuelle Wirtschaftskrise darf nicht dazu missbraucht werden, die Marktposition europäischer Fluggesellschaften mit unlauteren Mitteln zu festigen. Davor warnen die Autoren einer Studie zu den Auswirkungen der Krise auf den EU-Luftfahrtsektor, die vrgangene Woche dem Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments (EP) präsentiert wurde.
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Es sei nicht zu vermeiden, dass sich in den Regionalmärkten die Konsolidierung auf einige wenige Akteure fortsetze, heißt es in der Studie. Damit bestehe die Gefahr eines Missbrauchs von Marktmacht. Deshalb wird die EU-Kommission aufgefordert, die Luftverkehrsmärkte genau zu beobachten. Die Autoren warnen zudem davor, dass bestehendes Wettbewerbsrecht ausgehöhlt werden könnte, um Fluggesellschaften unlautere Beihilfen zu gewähren.
Für den Mitautor der Studie, Prof. Eddy Van de Voorde von der Universität Antwerpen, wird keine der großen europäischen Fluggesellschaften wie etwa die Deutsche Lufthansa in der EU eine marktbeherrschende Stellung erlangen. Es werde ein Gleichgewicht zwischen den drei großen Bündnissen um Lufthansa (Star Alliance), British Airways (Oneworld) und Air France KLM (Sky Team) bestehen bleiben.
Die Autoren sehen auch die Gefahr, dass kapitalstarke Fluggesellschaften aus EU-Drittstaaten verstärkt nach Europa drängen und die Kontrolle an Fluggesellschaften oder auch an Flughafengesellschaften übernehmen. Diese Entwicklung werde durch die aktuelle Wirtschaftskrise noch vorangetrieben.
Was die wirtschaftlichen Aussichten anbelangt, erwarten die Autoren dass sich das frühere Wachstum nach 2010 fortsetzen wird.
Der EP-Verkehrsausschuss hatte die Studie bei den Professoren Van de Voorde und Rosario Macario von der Technischen Universität Lissabon in Auftrag gegeben. DVZ 12.11.2009


