Rheintalbahn
Der Ton wird rauer

Die Trasse der Rheintalbahn.
(Quelle: Wikipedia)
05.02.2010 | Im Streit zwischen Land, Bund und Bahn um den milliardenschweren Ausbau der Rheintalbahn wird der Ton schärfer. Ein Landesminister bemängelt fehlende Absprachen zwischen den Partnern.
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Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) ging am Freitag hart mit einer Entscheidung der Deutschen Bahn zu einem Teilprojekt ins Gericht. Es sei bedauerlich, dass das Eisenbahnbundesamt für den südlichsten Bauabschnitt im Bereich von Weil am Rhein und Haltingen einen Planfeststellungsbeschluss erlassen habe - ohne vorherige Absprache mit dem Land. „Wir haben in der Sitzung des Projektbeirats Rheintalbahn in Berlin eindringlich an die Vertreter von Bund und Bahn appelliert, mit dem Erlass zu warten“, sagte Rech. Es sei offensichtlich, dass für Bund und Bahn die Realisierung ihrer Pläne wichtiger sei als der partnerschaftliche Umgang mit Land und Region.
Der Ausbau der Schienenstrecke Karlsruhe - Basel ist neben „Stuttgart 21“ das größte Bahnprojekt in Baden-Württemberg. Geplant ist der Bau eines dritten und vierten Gleises. Bislang verläuft die Bahnstrecke Karlsruhe - Basel auf zwei Gleisen. Die Pläne und die Trassenführung sind umstritten. Der Projektbeirat zur Rheintalbahn soll die vielen Fragen, die es zu dem Vorhaben gibt, aufarbeiten und Lösungsvorschläge erarbeiten. Im Beirat sitzen unter anderem das Bundesverkehrsministerium, die Bahn, das baden-württembergische Innenministerium, Landräte und eine Bürgerinitiative. (dpa)
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