szmtag

Investitionen in den Straßenbau

Bundesrechnungshof wirft Schleswig-Holstein Betrug vor

Eine Baustelle auf der A 210. Dem
Bundesrechnungshof zufolge ging nicht
immer alles rechtens zu. (Bild: dpa)

 

08.12.2009 | Schleswig-Holstein hat nach Darstellung des Bundesrechnungshofes den Bund beim Straßenbau betrogen. Offenbar wurden zu hohe Mittel für den Unterhalt von Autobahnen und Bundesstraßen zu spät und nicht genau abgerechnet.

-Anzeige-

Einem am Dienstag in Berlin vorgelegten Bericht der Rechnungsprüfer zufolge hat sich das Land durch „schwerwiegende“ Verstöße gegen Haushaltsbestimmungen Vorteile zulasten des Bundes verschafft. Ein „Verfügungsrahmen“ des Bundes sei um 77 Mio. Euro überschritten worden.

Die Kritik der Rechnungsprüfer kommt mitten in der Debatte über Ausgleichszahlungen des Bundes an Länder für Einnahmeausfälle durch das im Bundestag beschlossene Steuerpaket. Vor allem Schleswig-Holstein verlangt eine Kompensation und droht damit, die geplanten Steuersenkungen über den Bundesrat zu kippen. Der Ministerpräsident des Landes, Peter Harry Carstensen (CDU), argumentiert, dass das Wachstumsbeschleunigungsgesetz für Schleswig-Holstein Mindereinnahmen von 70 Mio. Euro bedeute.

Hintergrund der Rechnungshof-Kritik ist, dass Länder Autobahnen und Bundesstraßen im Auftrag und für Rechnung des Bundes verwalten. Das Bundesministerium gibt Ländern im „Verfügungsrahmen“ vor, welche Mittel sie im laufenden Jahr für Bundesfernstraßen einsetzen dürfen. Da es nicht allen Ländern gelingt, die bereitgestellten Bundesmittel auszugeben, verteilt der Bund die übrigen Gelder an jene Länder, die diese Finanzmittel bis zum Jahresende noch ausgeben können.

Verfügungsrahmen vorsätzlich überschritten

Schleswig-Holstein aber hat laut Rechnungshof ohne Zustimmung des Bundes und ohne genügende Haushaltsmittel Verträge über Bauleistungen geschlossen, die den „Verfügungsrahmen“ vorsätzlich überschritten. Das Land habe dabei in Kauf genommen, fällige Rechnungen nicht bezahlen zu können. Dabei habe es darauf vertraut, dass der Bund zusätzliche Mittel bereitstellt, um dieser Finanzmisere zu entkommen.

Nach Darstellung des Rechnungshofes konnte der Bund den Verstoß zunächst nicht entdecken, weil die Straßenbaubehörden des Landes nicht alle vertraglichen Zahlungspflichten im dafür vorgesehenen Kontrollsystem des Bundes buchten. „Das Land hat sich damit bewusst über Maßgaben des Bundes zur Bewirtschaftung der Bundesmittel für den Bundesfernstraßenbau hinweg gesetzt“, heißt es im Bericht. (dpa)

Diese Seite weiterempfehlen

Schreiben Sie der Redaktion: redaktion(at)dvz.de »

-Anzeige-

NEUESTE JOBS

NEUESTE JOBS

Logistics Planner (m/w)
Intersport Deutschland eG
74078  Heilbronn
Leiter Distributionslogistik (m/w)
Koch, Neff & Volckmar GmbH
70565  Stuttgart
Seefracht Import Spezialist (in)
JAS Forwarding GmbH
53842  Troisdorf-Spich
General Manager (Country Manager) Saudi Arabia
adi Consult GmbH
65451  Kelsterbach
Akquisiteur oder verkaufsorientierten Sachbearbeiter (m/w)
ITM worldwide Logistics GmbH
  Hamburg

DVZ Veranstaltungen

23.03.2010Frankfurt/MainDVZ-Symposium "Logistik-Immobilien"

Branchentermine

15.03.2010
16.03.2010
Abu Dhabi/Arabische Emirate
Global Logistics Forum
16.03.2010
18.03.2010
Shanghai
TOC ASIA

Neuerscheinungen

Fachmagazin für Industrie, Handel und der Dienstleistungsbranche Print in Best...
41.20 EUR
Anzahl

Jetzt liegt die Neuauflage des Standardwerks zur Personalführung vor: erw...
48.00 EUR
Anzahl

Neuauflage 2010! Komplett überarbeitet und aktualisiert. Extra Branchenteil ...
124.00 EUR
Anzahl

Highlights

Mit allen Änderungen beim MwSt- und im Zollrecht und den Neuerungen beim Gefahr...
53.00 EUR
Anzahl

Schwerpunktthemen: Logistik/Kontraktlogistik Logistik-Outsourcing ...
72.00 EUR
Anzahl

Marktgrößen, Marktsegmente und Marktführer Neuauflage 2008!Mit detaillierten ...
398.00 EUR
Anzahl

Newsletter bestellen

Der DVZ-Newsletter - immer auf dem Laufenden.
Hier kostenlos anmelden:

DVZ-Newsletter-bestellen