„Wichtiges Signal“ in Krisenzeiten
Rotterdam gewährt Reedern Rabatt
19.11.2009 | Für Schiffe, die in Rotterdam festmachen, werden die Reedereien vom 1. Januar 2010 an weniger Hafengeld bezahlen. Zwar erhöht die Hafengesellschaft Port of Rotterdam den Tarif um zwei Prozent, gewährt aber gleichzeitig auf die erhöhten Sätze einen „Krisenrabatt“ von sieben Prozent.
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Die Kaientgelte werden eingefroren. Vorgesehen ist zudem, das Hafengeld Anfang 2011 um nur um ein Prozent anzuheben. Das ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen zwischen dem Port of Rotterdam und dem Unternehmerverband Deltalinqs.
„Wir rechnen mit Mindereinnahmen in Höhe von 10 bis 15 Mio. Euro im kommenden Jahr“, sagte Hafensprecher Tie Schellekens auf DVZ-Anfrage. Hafenchef Hans Smits und der Deltalinqs-Vorsitzende Wim van Sluis sprechen von einem „wichtigen Signal“ für Schifffahrts- und Hafenunternehmen, die weiterhin mit den Folgen der Weltwirtschaft zu kämpfen hätten. Der Rabatt ziele zudem darauf ab, die Wettbewerbsposition des Hafens Rotterdam zu festigen.
Im Hamburger Hafen löste die Ankündigung Überraschung aus. „Das ist ein Hammer“, hieß es knapp beim Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH). Die Hamburg Port Authority (HPA) verwies auf noch laufende Gespräche zu einer geplanten Tarifreform. Nach DVZ-Informationen will Wirtschaftssenator Axel Gedaschko das Ergebnis Ende November präsentieren. DVZ 12.11.2009 (eha/wö)


