Einsatz gegen Seeräuber
Russische Marine fasst sieben somalische Piraten
06.02.2010 | Ein russisches Kriegsschiff hat gut 125 Kilometer vor der somalischen Küste sieben Piraten aufgebracht, die am Angriff auf den Frachter „Ariella“ am Freitag beteiligt gewesen sein sollen. Ein vorangegangener Nato-Einsatz war erfolglos geblieben.
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Das Schicksal der Seeräuber ist noch ungewiss. Ihnen könne sowohl in Russland, aber auch in Slowenien - dem Herkunftsland der „Ariella“ - oder in Somalias Nachbarland Kenia der Prozess gemacht werden. Das teilte die Marineleitung am Samstag nach Angaben der Agentur Ria Nowosti mit. Derzeit begleite die russische Fregatte „Furchtlos“ das slowenische Schiff Richtung Osten, hieß es.
Nato-Einheiten hatten die „Ariella“ am Vortag nach einem Notruf gestürmt, aber keine Piraten mehr an Bord vorgefunden. Die 25 Besatzungsmitglieder - 15 Philippinos, sieben Ukrainer sowie je ein Seemann aus Slowenien, Bulgarien und Indien - hatten sich in einem Schutzraum eingeschlossen und waren unverletzt geblieben. Die „Ariella“ war auf dem Weg vom ukrainischen Schwarzmeerhafen Sewastopol nach Indonesien.
Russland hat seit Oktober 2008 vor Somalia mehrere Kriegsschiffe im Einsatz. Reihum stellen die Flotten von den verschiedenen Küsten des Riesenreiches Einheiten für die Piratenjagd ab. Die „Furchtlos“ leitet seit Januar den Einsatz der Schiffe, die aus der Ostseeflotte abkommandiert wurden. (dpa)


