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Grüterverkehr 2011

Frachttransport in Deutschland boomt

Die Binnenschifffahrt verlor als einziger Verkehrsträger 2011 Frachtvolumen. Die Rheinblockade und Niedrigwasser waren der Grund. (Bild: HSG)

02.02.2012 | Der Güterverkehr in Deutschland ist im Jahr 2011 deutlich gewachsen: Vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge stieg das Transportaufkommen im Jahr 2011 um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 4,3 Mrd. Tonnen. Dies ist die höchste Steigerung gegenüber einem Vorjahr seit dem Jahr 1994.

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Zum Wachstum trugen der Straßen- und Eisenbahnverkehr sowie die Seeschifffahrt und der Luftverkehr bei; dagegen verbuchten die Binnenschifffahrt und der Transport von Rohöl in Rohrleitungen Verluste.

Den stärksten Anteil am Transportaufkommen hatte mit 77,5 Prozent der Beförderungsmenge der Straßengüterverkehr. Auf der Straße wurden - laut einer Schätzung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung - im vergangenen Jahr knapp 3,4 Mrd. Tonnen und damit 7,7 Prozent mehr befördert als im Jahr 2010. Das ist die höchste Wachstumsrate aller Verkehrsbereiche.

Der Güterverkehr der Eisenbahn stieg ebenfalls an: Das Verkehrsaufkommen lag mit 374 Mio. Tonnen um 5,1 Prozent über dem Wert des Jahres 2010 und erreichte damit den höchsten Wert seit 1993. Auch die Frachtbeförderung der Luftfahrt nahm zu (+ 4,8 Prozent). Mit deutlich mehr als 4 Mio. Tonnen wurden im Jahr 2011 so viele Güter in Flugzeugen befördert wie noch nie.

Sorgenkind Binnenschifffahrt

Rückläufig entwickelte sich im Jahr 2011 der Güterverkehr in der Binnenschifffahrt: Die Beförderungsmenge nahm um 4,3 Prozent auf 220 Mio. Tonnen ab. Die Binnenschifffahrt behinderten 2011 verschiedene Einflüsse: Zu erwähnen sind vor allem die Havarie eines Tankers im Januar 2011 an der Loreley sowie mehrfache extreme Niedrigwasserperioden. Der Güterverkehr der Seeschifffahrt entwickelte sich dagegen positiv: Mit 291 Mio. Tonnen wurden hier 6,8 Prozent mehr Güter befördert als im Jahr 2010.

Beim Transport von Rohöl in Rohrleitungen ging die Beförderungsmenge um 2,5 Prozent auf knapp 87 Mio. Tonnen zurück. Diese Abnahme ist unter anderem auf Wartungsarbeiten in Raffinerien zurückzuführen. (ots)

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