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Da steigende Einfuhrpreise in der Regel zumindest zum Teil vom Handel an die Verbraucher weitergegeben werden, drohen Verteuerungen - beispielsweise an der Zapfsäule. Der Statistik zufolge kletterten die Importpreise im Juni um 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Einen so hohen Anstieg gab es seit November 2000 nicht mehr. Im Mai 2010 waren die Preise im Vorjahresvergleich bereits um 8,5 Prozent gestiegen.
Als sich Anfang 2008 die Finanzkrise zur Wirtschaftskrise zuspitzte und die globale Nachfrage einbrach, waren die Importpreise in Deutschland abgerutscht. Erst im Herbst 2009 stiegen sie wieder. Deutschland ist als Exportnation fast ohne Rohstoffe besonders auf Importe angewiesen. Steigen deren Preise, verteuert das die Produktion.
Der Langzeitvergleich zeigt, das die Importpreise seit Oktober 2009 wieder klettern. Im Juni legten sie im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent zu. Nach Angaben der Statistiker ist der Preisanstieg vor allem auf höhere Energiepreise zurückzuführen. Für Rohöl musste zum Beispiel 30,6 Prozent mehr bezahlt werden als ein Jahr zuvor, für Mineralölerzeugnisse 30,1 Prozent und für Erdgas 13,5 Prozent. Auch zum Vormonat Mai zogen die Energiepreise um 3,8 Prozent deutlich an.
Ausfuhrpreise relativ stabil
Bei den Ausfuhrpreisen ergab sich ein etwas gemäßigteres Bild: Sie nahmen im Jahresvergleich im Juni um 3,9 Prozent zu und im Monatsvergleich um 0,4 Prozent. (dpa)
