###LOGINANDOUT###
Share |

Konjunktur

Deutschlands Außenhandel erleidet Rückschlag

08.09.2010 | Deutschlands Exportindustrie hat im Juli eine Verschnaufpause eingelegt. Experten sehen jedoch keinen Grund zur Sorge: Der Konjunkturmotor Außenhandel gerate nicht ins Stottern - der Trend bei den deutschen Exporten zeige weiter nach oben.

-Anzeige-

Rückschlag für die zuletzt so erfolgsverwöhnte deutsche Exportwirtschaft: Nach einem sehr starken Vormonat verlor der Außenhandel im Juli an Fahrt, die Ausfuhren sanken auf Monatssicht um 1,5 Prozent. Mit einem Minus von 2,2 Prozent gingen die Einfuhren noch stärker zurück, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 13,5 Milliarden Euro ab.

Vom tiefen Tal des Krisenjahrs 2009 ist die deutsche Exportindustrie aber weit entfernt: Auf Jahressicht kletterten die Exporte im Juli um ein knappes Fünftel (18,7 Prozent), die Importe um fast ein Viertel (24,9 Prozent).

Im deutschen Außenhandel sei von Sommerpause keine Spur, sagte der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Anton F. Börner: "Weiterhin gehen von allen Regionen der Welt Impulse für die deutsche Wirtschaft aus. Eindeutiger Wachstumstreiber bleiben die Schwellenländer. 'Made in Germany' ist in allen Bereichen gefragt."

Rezession beendet

Insgesamt wurden im Juli Waren im Wert von 83 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 69,5 Milliarden Euro eingeführt. Zum Tiefpunkt der Rezession im August 2009 war der Ausfuhrwert auf unter 60 Milliarden Euro gefallen.

Der Außenhandel sei das Zugpferd der deutschen Konjunktur, sagte Börner: "Das Exportmodell Deutschland hat sich bewährt." Angesichts der Entwicklung der Auftragseingänge in der Industrie sei er für die nächsten Monate optimistisch.

Auch DIHK-Außenwirtschaftschef Axel Nitschke ist überzeugt: "Das Exportgeschäft profitiert weiter von der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung weltweit, der Entwicklung in den Schwellenländern und dem vergleichsweise schwächeren Eurokurs." Es sei abzusehen gewesen, dass nach den Aufholprozessen der vergangenen Monate eine gewisse Abschwächung der Exportdynamik eintreten würde.

Dynamik schwächt sich ab

Trotz der leichten Delle im Juli werde der Aufwärtstrend der Exporte anhalten, meint auch Commerzbank-Analyst Simon Junker: "Allerdings wird sich das Tempo allmählich verlangsamen. Der Welthandel dürfte nämlich nach den bis zuletzt kräftigen Zuwächsen etwas an Fahrt verlieren."

Bis zuletzt habe die deutsche Wirtschaft von der starken Erholung des Welthandels profitiert, insbesondere im asiatischen Raum. "Doch die Importe der asiatischen Entwicklungsländer sind zuletzt leicht gefallen. Dies wird auch die Nachfrage nach deutschen Produkten bremsen", sagte Junker. Trotz des Rückgangs im Juli hätten die Exporte in den vergangenen sechs Monaten um durchschnittlich 3,3 Prozent pro Monat angezogen.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) blieben im Juli wichtigster deutscher Handelspartner. Dorthin wurden Waren im Wert von 48,6 Milliarden Euro versandt, ein Plus von 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Zugleich wurden aus EU-Ländern Waren im Wert von 44,0 Milliarden Euro (plus 21,8 Prozent) bezogen. (dpa/pkl)

Schreiben Sie der Redaktion: redaktion(at)dvz.de »

Neuerscheinungen

Neuauflage 2011 Der Anteil der Unternehmen mit über 250 Mio. Euro Logistikumsa...
475.00 EUR
Anzahl

Diese Studie stellt die Strukturen, die bedeutendsten Einsatzfelder und die Pote...
36.00 EUR
Anzahl

Der Erfolgsgarant bei der beruflichen Qualifikation für Kaufleute in Spedition ...
59.00 EUR
Anzahl

Highlights

Neuerscheinung! Die Studie prognostiziert die Entwicklung des Logistikmarktes 2...
94.00 EUR
Anzahl

Die aktuellste Auflage des Standardwerks für Logistik-Fachwissen. Komplett übe...
69.00 EUR
Anzahl

Erfahren Sie, wie sich der deutsche Logistikmarkt entwickelt hat: Daten und Fakt...
438.00 EUR
Anzahl