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Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hans-Joachim Otto, sagte in Hamburg vor Eröffnung der Schiffbaumesse SMM am Montag: "Die maritime Wirtschaft ist für Export und Technologie nicht nur eine strategisch wichtige, sondern eine unverzichtbare Branche." Der wirtschaftliche Aufschwung sei in vorsichtiger Form bei den Werften angekommen. Mit Verzögerung würden alle Bereiche erfasst, die Zulieferer folgten hier in einem Abstand von sechs bis zwölf Monaten.
Im weltweiten Wettbewerb sei es unbedingt erforderlich, dass die deutschen Unternehmen trotz der Kostennachteile gegenüber den asiatischen Staaten ihre technologische Führerschaft behaupteten, sagte Otto, der auch Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft ist. Spitzentechnologie und Innovation seien die Überlebensgarantie der deutschen Wirtschaft in diesem Bereich. "Diesen Führungsrang wollen wir uns aber gemeinsam mit der Wirtschaft dauerhaft erarbeiten", sagte der Staatssekretär. Die Unternehmen seien dabei die Hauptakteure, die Bundesregierung könne nur flankierend agieren.
China präsentierte sich nach Angaben des Vorsitzenden der Geschäftsführung Hamburg Messe und Congress, Bernd Aufderheide, mit mehr Ausstellern als in den Jahren zuvor. Unter den nicht-europäischen Ländern liege China, die Nummer eins im Weltschiffbau, vorn. Der Vorsitzende der Europäischen Schiffbauvereinigung, Bernard Meyer, sieht weltweit eine Angebotsüberkapazität von 50 Prozent. Dies beziehe sich vor allem auf Asien. Noch 2008 habe der Exportanteil in Chinas 80 Prozent betragen, dieser sei auf 40 Prozent zugunsten des heimischen Marktes zurückgefahren worden. Dies lasse den Umkehrschluss zu, dass das Land nicht nur als Schiffbauer, sondern zunehmend auch als Transporteur auf den Weltmeeren agieren werde.
Wege zur Wirtschaftlichkeit
Die SMM 2010 steht im Zeichen einer anziehenden Konjunktur in der Schiffbaubranche. Dabei sollen auch Wege zu mehr Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit aufgezeigt werden. Parallel dazu treffen sich Experten zum ersten branchenweiten Kongress gmec, bei dem es an zwei Tagen (7./8. September) ausschließlich um Umweltschutz in Schifffahrt und -bau geht.
Auf der 24. internationalen Schiffbaumesse, die unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht, zeigen 2003 Aussteller aus 58 Nationen Hightech-Produkte und Technologien für Werftindustrie, Schiffbau-Zulieferindustrie und Meerestechnik. Bis Freitag werden 50.000 Fachbesucher erwartet. (dpa)

