-Anzeige-
Vor der Wisag-Zentrale in der Frankfurter Allee verteilten die Teilnehmer einer Protestkundgebung symbolisch die Rote Kartean die Arbeitgeber. Außerdem luden sie an einer Torwand zum Kicken gegen Armutslöhne ein. An der Aktion beteiligten sich rund 30 Beschäftigte, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Sie macht die Wisag als Eigentümerin verantwortlich für die "momentan schwierige Lage" bei den Bodenverkehrsdienstleistern Globe Ground und Ground Service International (GSI). Die beiden Bodendienste sind auch für die Frachtabfertigungen an den Flughäfen Tegel und Schönefeld zuständig.
Verdi fordert Einkommenserhöhungen bei Globe Ground und die Aufnahme der Tochter GSI in die Tarifverträge. Beim Unternehmen Acciona sollen zudem Gehaltskürzungen verhindert werden. Angesichts stockender Gespräche für die insgesamt 2100 Beschäftigten gab es bereits Warnstreiks.
Hintergrund für die Kundgebung ist auch die Reaktion der Arbeitgeber auf den jüngsten Warnstreik an den Berliner Flughäfen am vergangenen Donnerstag. Globe Ground Berlin (GGB) stellte der Gewerkschaft Verdi unmittelbar nach Ende des Ausstands ein Ulimatum. "Bis zum 30. Juni bleibt unser Angebot bestehen, dann verfällt es", sagte Sprecherin Susanne-Katharina Kahland am Freitag. (dpa/sm)
