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"Die Lufthansa und andere Fluggesellschaften haben ihre Kunden trotzdem bedient und fordern deshalb jetzt eine Kompensation", sagte Mayrhuber der "Welt am Sonntag". Mayrhuber bot der EU-Kommission einen Kompromiss an. Ein eleganter Weg wäre, die Einbeziehung der Luftfahrtgesellschaften in den Emissionshandel zu verschieben. "Das kostet den Fiskus keinen Euro und würde uns in dieser immer noch schwierigen wirtschaftlichen Lage sehr weiterhelfen." Der harte Winter und die Flugausfälle durch die Aschewolke verfälschten die Startbedingungen zwischen Fluggesellschaften in das sogenannte Emission Trading System (ETS) der EU.
Beginnend mit dem 1. Januar 2012 soll der Luftverkehr auf Beschluss der Europäischen Union in den Emissionsrechtehandel einbezogen werden. 2010 gilt bislang als Referenzjahr für die Zuteilung von Verschmutzungsrechten. "Das würde uns in den nächsten zehn Jahren 30 bis 40 Mio. Euro mehr kosten, weil wir für die Flüge, die wir mehr durchführen als im Referenzjahr, entsprechende Zertifikate kaufen müssten", sagte Mayrhuber. Würde alles so bleiben, wie es ist, führe dies zudem zu einer erheblichen Diskriminierung unter den Fluggesellschaften innerhalb Europas. Die Vulkanasche habe Unternehmen in Nordeuropa viel stärker geschadet als den Konkurrenten im Süden, wie auch der harte Winter. "Wir fordern deshalb, dass der Aufsetzpunkt um ein Jahr verschoben wird", sagte der Lufthansa-Chef. (dpa)

