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Über das Gesetz, welches das Scanning von 2012 an vorschreibt, herrsche innerhalb der EU „schwere Besorgnis, weil es zu einer Kostenexplosion führen würde“, sagte Verheugen (SPD). Die Umsetzung würde Europa rund 10 Mrd. Euro kosten.
Die US-amerikanische Seite zeige Verständnis für die Befürchtungen der Europäer und sei „durchaus zu Gesprächen bereit“, sagte Verheugen, der Vorsitzender des Transatlantischen Wirtschaftsrats TEC ist. Allerdings sehe er „keine Hoffnung“, dass der US-Kongress das Gesetz noch ändere oder gar kippe. Laut Verheugen ist das auch nicht nötig, denn das 100-Prozent-Scanning sei nur eine Alternative, das Gesetz umzusetzen.
Die EU suche dagegen nach einer Lösung, mehr Sicherheit mit mehr wirtschaftlichem Nutzen zu verbinden. „Und wir sind optimistisch, dass uns das gelingen wird.“ Als Beispiel nannte er etwa die vom Bremer Unternehmen Astrium entwickelte Satellitentechnologie, die es ermöglicht, den Warenverkehr grenzüberschreitend lückenlos zu verfolgen.
Im Gegensatz zu diesem Ansatz verursache das 100-prozentige Durchleuchten aller Boxen viele logistische und finanzielle Probleme in den Abgangshäfen. Das bestätigte auch Bremens Hafensenator Ralf Nagel. Selbst eine US-amerikanische Delegation habe bei einem Besuch in Bremerhaven erkannt, dass das klassische Röntgen der Container kaum praktikabel sei.
Die Bremischen Häfen sind laut Nagel im Containerverkehr Marktführer nicht nur im deutschen, sondern sogar im europäischen Export in die USA. 2007 wurden demzufolge rund 617.000 TEU von Bremerhaven in die USA verschifft, also knapp ein Viertel des gesamten US-Imports an Containerfracht aus Europa.

