Share |

LEBENSMITTELINDUSTRIE

Studie: Einkauf fehlt strategische Ausrichtung

14.12.2009 | Trotz wachsender Herausforderungen im Einkauf in der Lebensmittelindustrie sehen nur 15 Prozent der deutschen Unternehmen die absolute Notwendigkeit, grundlegende Veränderungen durchzusetzen.

-Anzeige-

„Die Lebensmittelindustrie begegnet Zukunftsthemen im Einkauf und Supply Chain Management nicht ausreichend“, lautet das Fazit einer aktuellen Studie. Dafür hat das Institut für Demoskopie Allensbach in Kooperation mit dem Kerkhoff Competence Center der Uni St. Gallen und der Lebensmittelzeitung etwa 100 Einkaufschefs und Geschäftsführer von deutschen Lebensmittelherstellern befragt. Ergebnis: Etwa acht von zehn Einkäufern sehen die steigenden Energiepreise, die Marktkonzentration auf Lieferantenseite sowie die individuelleren Verbraucherwünsche als größte Zukunftsprobleme.

Dennoch: Über zwei Drittel sind der Ansicht, dass kleine Änderungen ausreichten, um den Problemen zu begegnen. 14 Prozent denken gar, sie müssten gar nichts tun. „Das Ergebnis erstaunt“, kommentiert Dr. Erik Hofmann, Projektleiter im KCC. Bisher getroffene Maßnahmen hätten den Fokus auf der altbekannten Kostenreduktion und der Qualitätssicherung. „Dies spricht weiter für eine operative Ausrichtung“, konstatiert Hofmann. Gut ein Fünftel ist mit einer Prozessoptimierung beschäftigt. Immerhin 27 Prozent arbeiten daran, ihren Lieferantenkreis zu vergrößern. Nur neun Prozent haben bereits Partnerschaften mit Lieferanten gegründet.

Die Studie kann über Christian Pfeiffer bezogen werden: Tel. +49 211 621 80 61 -0 oder c.pfeiffer(at)kerkhoff-consulting.com. (cs)

Schreiben Sie der Redaktion: redaktion(at)dvz.de »
#