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Die erhöhten Sicherheitsanforderungen machen die Luftfracht teurer und langsamer. Sie können sogar das Marktwachstum negativ beeinflussen. Das ist das Ergebnis einer Studie des „international transfer center for logistics“, Berlin.
Das Institut hatte im Auftrag der Garbe World Cargo Center GmbH Verlader und Dienstleister befragt, die in der Luftfracht aktiv sind. 98 Prozent der Unternehmen berichten über einen deutlich höheren administrativen Aufwand. Bei 80 Prozent der Befragten führt die Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten zu längeren Prozesszeiten. Ebenfalls acht von zehn sehen die Wachstumschancen der Luftfracht beeinträchtigt.
Die Meinungen über die Höhe der Zusatzkosten gehen weit auseinander. 44 Prozent der Dienstleister (siehe Grafik) und 50 Prozent der Verlader sind der Meinung, dass diese unterhalb von 5 Prozent der Gesamtlogistikkosten liegen. 33 Prozent beider Gruppen sehen zusätzliche Sicherheitskosten von 5 bis 10 Prozent auf die Luftfracht-Lieferketten zukommen. 22 Prozent der Dienstleister und 17 Prozent der Verlader veranschlagen die zusätzlichen Sicherheitskosten sogar mit mehr als 10 Prozent.
Zwischen Verladern und Dienstleistern gehen die Meinungen deutlich auseinander, wer die zusätzlichen Sicherheitskosten tragen muss. 42 Prozent der Dienstleister glauben, auf den Mehrkosten sitzenzubleiben, aber nur 12 Prozent ihrer Auftraggeber teilen diese Einschätzung. 42 Prozent der Verlader sind der Meinung, dass sie selbst für die erhöhte Sicherheit zahlen. 23 Prozent sehen Preisaufschläge für den Endkunden als realistisch an.
Das Sicherheitsbewusstsein ist der Umfrage zufolge bei den Verladern höher ausgeprägt, als bei den Dienstleistern. 83 Prozent der Verlader, aber nur 59 Prozent der Dienstleister in der Luftfracht geben an, dass Sicherheit „durchgehend im Unternehmen gelebt wird“. Gerade bei kleinen und mittelständischen Dienstleistern gebe es Nachholbedarf, heißt es in der Studie.
Die signifikantesten Sicherheitslücken aus der Sicht der Verlader sind mangelndes Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter und mangelnde Zutrittskontrollen in den Frachtzentren. Die Logistikdienstleister kritisieren das Fehlen von lieferstufenübergreifenden Konzepten, Unkenntnis über den Sendungsverlauf und mangelhaftes Training.
