-Anzeige-
Außer den an Großflughäfen wie Frankfurt, Shanghai oder New York existierenden Security Hubs will die Frachtfluggesellschaft damit auch die Masse ihrer übrigen Umschlagplätze in ein lückenloses Sicherheitskonzept einbinden. Der Bogen der Premium-Stationen spannt sich künftig vom kleinen Bremen bis zum großen Beijing. „Mit unseren Security und Premium Hubs decken wir dann über 95 Prozent unserer Tonnage ab“, betont Harald Zielinski, Sicherheitschef bei Lufthansa Cargo.
Das Unternehmen hat bereits begonnen, das dreistufige Konzept umzusetzen. Allein schon wegen ihrer Vielzahl stehen die Premium-Stationen im Fokus. Dort wird künftig mehr Fracht physisch kontrolliert als von den Behörden verlangt. Außerdem überwachen Kameras die Innenräume und den Anlieferbereich. Und schließlich durchlaufen die Mitarbeiter Schulungsprogramme zum Thema Sicherheit in der Luftfracht.
Dahinter steht ein Maßnahmenkatalog mit zehn Vorgaben. Je nach örtlichen Gegebenheiten muss eine unterschiedlich hohe Zahl von diesen erfüllt sein, will eine Niederlassung in den Club der Premium-Stationen aufsteigen. Sämtliche Vertretungen der Lufthansa Cargo an deutschen Flughäfen wollen sich dafür qualifizieren. Insgesamt sind das neun, da Frankfurt und München bereits zu den höherwertigen Security Hubs gehören. Auf der niedrigsten Stufe werden lediglich jene ausländischen Plätze verharren, an denen die Airline nur wenige Sendungen umschlägt.
Lufthansa Cargo erwartet, durch die höheren Sicherheitsstandards das terroristische Risiko mindern sowie die Schadens- und Diebstahlsquote senken zu können. „Im Vergleich zu 2002, als wir die Security Hubs einführten, haben wir dort jetzt im Schnitt 98 Prozent weniger Straftaten“, berichtet Zielinski. Nach seinen Worten sind im gesamten Netz der Frachtfluggesellschaft im vergangenen Monat Güter im Wert von weniger als 1000 EUR weggekommen. Das senkt die Versicherungskosten und erhöht die Produktqualität.
Die deutliche Zunahme von Wertfrachtsendungen ist Zielinski zufolge ein zusätzlicher Nebeneffekt der gestiegenen Sicherheit. Sie bringe das große Vertrauen der Kunden zum Ausdruck, kommentiert er. Wie viele derartiger Sendungen Lufthansa Cargo befördert, gibt die Airline „aus Sicherheitsgründen“ nicht preis.
Heiner Siegmund, Fachjournalist, Hamburg.
Kontakt über maruhn@dvz.de
