Share |

Sicherheit in der Kep-Branche

DHL prüft Granatenfund im Päckchen

12.09.2011 | Das um eine Granate angereicherte Päckchen für eine Familie in Schneeberg (Sachsen) beschäftigt jetzt auch den Versanddienstleister DHL. Unklar ist, wie die Sprengkapsel in die Privatlieferung gelangt war.

-Anzeige-

"Richtig ist, dass die Sendung nachverpackt werden musste, weil die äußere Hülle beschädigt war", sagte ein DHL-Sprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Wie dabei aber das kleinere Päckchen mit der 27 Zentimeter langen Panzersprenggranate aus dem Zweiten Weltkrieg hineingeraten konnte, sei "für uns leider nicht plausibel nachvollziehbar". DHL wolle sich zur Aufklärung an die mit dem Fall befasste Polizeidienststelle wenden.

Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, dass die an einen Waffensammler adressierte funktionsuntüchtige Granate in einem Versandzentrum versehentlich in das darunter liegende Paket mit Katzentoilette hineingerutscht sei. Der Familie war das zuvor über das Internet bestellte Katzen-WC am Samstag in einem Paket zugestellt worden. In dem innenliegenden Päckchen habe der 33 Jahre alte Vater Gratis-Futter oder Katzenstreu vermutet, hieß es. Nachdem dann aber die Granate zum Vorschein gekommen war, alarmierte die Familie die Polizei. Experten des Landeskriminalamtes untersuchten die Fracht und gaben schließlich Entwarnung, da kein Sprengstoff enthalten war. (sn)

Schreiben Sie der Redaktion: redaktion(at)dvz.de »
#