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Dauerthema Sicherheit

Die US-Gesetzgebung Gesetzgebung will ab 2012 das lückenloses Röntgen (100 Percent Scanning) aller US-gehenden Container vorschreiben. (Foto: Gerald L.Nino/CBP)

Von Björn Helmke

13.10.2008 | Verschärfte Sicherheitsregeln im USA-Verkehr gehörte zuden wichtigsten Themen während des Kongresses der Weltspediteursorganisation Fiata in Vancouver.

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Sorgen bereiten den Spediteuren nach wie vor die Auswirkungen der verschiedenen Sicherheitsinitiativen der USA auf den Warenfluss, wie Frank Boogaerts, Sprecher der Arbeitsgruppe Seefracht des Multimodal Transport Institutes (MTI), der Fiata deutlich machte. Die Arbeitsgruppe habe Gespräche mit mehreren hochrangigen US-Behördenvertretern geführt. Dabei wurde deutlich, dass es momentan wenige Chancen gibt, die umstrittene Gesetzgebung zu kippen, die lückenloses Röntgen (100 Percent Scanning) aller US-gehenden Container ab 2012 vorschreibt. Der Kongress als Gesetzgeber hält trotz Bedenken der meisten US-Fachleute bisher unbeirrt an dem Vorhaben fest. Unklar ist allerdings, wer die dafür notwendige Infrastruktur bezahlen wird.
Einer der Gesprächspartner der Fiata-Arbeitsgruppe glaubt, dass 100-Prozent-Scanning von den Politikern dann noch einmal diskutiert wird, wenn andere Staaten die gleiche Forderung für US-Exportcontainer stellen.
Teilweise Entwarnung für die Spediteure gibt es laut Boogaerts bei der 10+2 Regulation, deren abschließende Fassung in Kürze von den US-Behörden veröffentlicht wird. Verantwortlich für die Richtigkeit der Daten, die den Behörden übermittelt werden müssen, sei der US-Importeur und nicht der Spediteur. Bei Transitcontainern, die zwar US-Häfen berühren, aber dort nicht entladen werden, ist der Carrier verantwortlich.

Gegenseitig anerkannt. Voraussichtlich im Jahr 2009 wird es eine gegenseitige Anerkennung des US-amerikanischen Zertifikats im Rahmen der Partnerschaft gegen den Terrorismus (C-TPAT) und dem europäischen AEO-Zertifikat (Authorizesd Economic Operator) geben. Ein Programm zur gegenseitigen Anerkennung zwischen den USA und Neuseeland ist bereits unterzeichnet, Kanada dürfte als nächstes folgen.
Vielleicht bringt die gegenseitige Anerkennung C-TPAT und AEO ja Schwung in die AEO-Zertifizierung, die in Europa eher schwach angelaufen ist. Nur 3000 bis 4000 Unternehmen haben nach Erkenntnissen der Working Group Security ihre Unterlagen eingereicht. EU-weit bekamen bisher 239 Unternehmen ihre Zulassung (Stand: 19. September), davon 74 in Deutschland. In 12 der 25 EU-Staaten wurde bisher noch überhaupt keine Zulassung erteilt.
Experten sehen zwei Gründe für das Desinteresse der Wirtschaft: Der AEO-Status bringt bislang in der Praxis kaum Vorteile, und Druck aus der verladenden Wirtschaft hinsichtlich einer AEO-Zertifizierung bekommen bisher nur die wenigsten Speditionen. Eine weitere Erkenntnis: Die meisten Zulassungen betreffen den vollen AEO-Status, der sowohl Zoll- als auch Sicherheitsaspekte umfasst. Den abgespeckten AEO nur für Zollfragen haben 23 Prozent der bisher zugelassenen Unternehmen angestrebt. Der AEO nur für Sicherheitsfragen ist ein Ladenhüter, kein einziges der bisher zugelassenen Unternehmen hat ihn beantragt.

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