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Ein Sprecher der EU-Marinemission Atalanta berichtete, das mit Zementsäcken beladene Schiff sei im Internationalen Schifffahrtskorridor im Golf von Aden überfallen worden. Dieses Gebiet gilt als relativ sicher, weil dort ständig Kriegsschiffe der EU und anderer Staaten patrouillieren. Ein Atalanta-Hubschrauber wurde nach dem ersten Hilferuf der Schiffsbesatzung in das Gebiet geschickt, konnte aber nur bestätigen, dass Piraten die Kontrolle über das Schiff übernommen haben. Eine Kontaktaufnahme scheiterte.
An Bord der "Suez" befinden sich 23 Seeleute aus Ägypten, Pakistan, Sri Lanka und Indien.
Somalische Piraten haben nach regierungsunabhängigen Angaben derzeit mindestens 22 Schiffe und fast 400 Seeleute in ihrer Gewalt. Die Schiffe und ihre Besatzung werden in Häfen der halbautonomen Region Puntland im Nordosten Somalias festgehalten. Die Lösegeldverhandlungen ziehen sich oft über Monate hin. Das vom Bürgerkrieg zerrissene Somalia hat keine eigene Küstenwache. Piraten, die von Atalanta-Marinesoldaten oder anderen der im Golf von Aden und im Indischen Ozean patrouillierenden Schiffe auf frischer Tat festgenommen werden, werden in Kenia und auf den Seychellen vor Gericht gestellt. (dpa)
Webseite der Marinemission Atalanta


