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Die Seeräuber gefährdeten die wirtschaftliche Entwicklung der Länder im und am Indischen Ozean, sagte Fahmi Said Ibrahim Maceli, Außenminister der Komoren, am Dienstag am Rande des Gipfels der Afrikanischen Union (AU) im ugandischen Kampala. Beteiligt sind auch die Seychellen, Madagaskar, Mauritius und Reunion. "Wir sind auf der Suche nach einer gemeinsamen Lösung", sagte Maceli. Die Piraten schreckten Investoren ab und trieben die Versicherungskosten in die Höhe. Auch der Tourismus verzeichne Einbußen.
Die Komoren hätten bereits die EU um militärische Ausrüstung gebeten, sagte Maceli. Schon jetzt würden auch Piratenangriffe in der Nähe der Komoren verzeichnet. Die Piraten aus dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Somalia haben ihre Angriffe zunehmend auf den Indischen Ozean verlagert, weil vor der somalischen Küste und im Golf von Aden internationale Kriegsschiffe den Schifffahrtsverkehr schützen und Piratenschiffe verfolgen. Derzeit warten in Kenia mehr als 100 mutmaßliche Piraten auf ihren Prozess. Erst am Montag hatte ein Gericht auf den Seychellen erstmals elf Piraten verurteilt. Somalia selbst hat weder eine Küstenwache noch ein funktionierendes Gerichtswesen. (dpa)

