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Der Automobilclub zieht aus seiner aktuellen Untersuchung ein nach eigenem Bekunden "trauriges Fazit": Nur neun Anlagen erfüllten demnach die höchsten Anforderungen. In Deutschland gebe es nur zwei Plätze, auf denen Lkw-Fahrer vor Dieben sicher seien: Der Rasthof Uhrsleben an der A 2 sowie der Autohof Wörnitz an der A 7.
Anlass der Untersuchung war eine Initiative der Europäischen Kommission, die
eine EU-weit gültige Zertifizierung möglichst sicherer Anlagen auf den Weg
bringen möchte. Denn immer mehr Lkw werden – vorwiegend nachts – an
Autobahnenparkplätzen ausgeraubt und die Fahrer teils brutal überfallen. Der
Schaden, der europaweit durch Diebstähle hochwertiger Güter entsteht, beziffert sich derzeit auf mehr als 8 Mrd. Euro.
Laut ADAC könnten Anlagen wie Ashford International Truckstop nahe Dover in England und Autoparco Brescia Est am italienischen Gardasee als sicher betrachtet werden. Beide gehören zu den Siegern im ADAC-Test. Sie verfügen demnach etwa über ausgeleuchtete und videoüberwachte Stellplätze. Ein- und Ausfahrten würden kontrolliert. Dazu kämen zahlreiche Dienstleitungen, die die Fahrer benötigen, wie Lkw-Waschanlagen oder Ersatzteillager.
Neben Sicherheit auch service im Blick
Der ADAC testete in seiner Erhebung die Kategorien Sicherheit und Service. Neben den Sicherheitseinrichtungen seien beim Service auch die Ausstattung
und Sauberkeit der Sanitäranlagen sowie die Qualität von Restaurant
und Ladengeschäften unter die Lupe genommen worden.
Nach Ansicht des ADAC gibt es nach wie vor zu wenige Lkw-Stellplätze.
Nachts wissen Lkw-Fahrer oft nicht wo sie den Lkw abstellen sollen. Sie
parken daher in Zufahrten oder im Pkw-Parkbereich von Rastanlagen. Das
erhöht die Unfallgefahr für alle Autofahrer. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Straßenwesen fehlen bis 2015 allein in Deutschland über 20.000 Stellplätze. (pkl)


