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Doch davor, nämlich in den kommenden fünf Jahren, wird der Güterverkehr zunächst eine Abkühlung begünstigen, nämlich um 1,66 mK. Dies liegt daran, dass die kurzlebigen Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Stickoxid und Ruß kurzfristig einen abkühlenden Effekt haben. Wegen dieses Abkühlungseffekts und der zeitlichen Verzögerung zwischen Emission und Klimawirkung ergibt sich die – auf den ersten Blick – paradox erscheinende Erkenntnis: Zwar hat der gesamte Verkehrssektor heute an den globalen CO2-Emissionen einen Anteil von 25 Prozent. Sein Beitrag zur bisherigen Klimaerwärmung liegt jedoch nur bei zehn Prozent.
Besonders der Seeverkehr trägt nach Ansicht der IIASA-Experten mit seinem hohen Anteil von Schwefeldioxidemissionen dazu bei, dass sich das Klima kurzzeitig abkühlt. Gleiches gilt für Eisenbahnen, wenn sie ihren Fahrstrom aus der Verbrennung fossiler Energieträger gewinnen.
Vergleicht man jedoch die Verkehrsleistung (tkm) der Verkehrsträger auf lange Sicht, werden Schiff und Schiene in 50 Jahren einen acht- bis 25-mal geringeren Einfluss auf die Erderwärmung haben als durchschnittliche Lkw. DVZ 17.8.2010 (pk/gm)
Zu diesem Thema finden Sie auch in der aktuellen DVZ vom 17. August 2010 auf Seite 1 die "Zahl des Tages"

