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Anlässlich des ersten Umweltkongresses der Branche (gmec) sagte Klein der Nachrichtenagentur DPA: "LNG ist deutlich umweltfreundlicher, es enthält weniger Schwefel und weniger Kohlenstoff." So entstehe bei der Verbrennung weniger klimaschädliches CO2-Treibhausgas.
Seit langem ist der in der Schifffahrt vornehmlich genutzte Kraftstoff, das Schweröl, in der Kritik. Schweröl habe den Vorteil, dass es zunächst einmal vergleichsweise preisgünstig sei, sagte Klein. Es habe aber den Nachteil eines relativ hohen Schwefelgehalts. Letztendlich gehe die Rechnung anders auf. "Der Preis für LNG ist extrem attraktiv", sagte Klein. Vom Energiegehalt koste Flüssigerdgas die Hälfte des gebräuchlichen Schweröls. Die Investitionen für einen Neubau mit Zweistoffmotoren für Öl und Gas liegen nach Angaben des Experten etwa 15 bis 20 Prozent über dem herkömmlich Preis. Alle Schiffsmotorenbauer in Europa hätten sich der Entwicklung zu neuen Motoren verschrieben.
Um auf den Meeren weltweit mit Gas-Antrieb unterwegs sein zu können, müsse allerdings erst eine Infrastruktur mit ausreichenden Gas-Tankstellen geschaffen werden. Das Schiff sei und bleibe dabei das günstigste Transportmittel für Waren, unterstrich Klein. "Wenn Sie einen Liter Kraftstoff haben, können Sie mit dem Auto eine Fracht von einer Tonne über 20 Kilometer transportieren. Auf dem Seeweg sind dies 2500 Kilometer. Das zeigt, wie effizient die Schifffahrt heute bereits ist."
Konsens zu "greener shipping"
Der Experte wies daraufhin, dass seit dem 1. Juli 2010 in der Nord- und Ostsee für Schiffstreibstoffe ein Schwefelgrenzwert von einem Prozent bestehe. Hier müsse bereits mit schadstoffärmeren Dieselöl gefahren werden. Neben einem "sauberen" Kraftstoff werde bei den Schiffneubauten aber auch nach optimalen Rumpfformen unter Wasser, effizienteren Propellern oder Energieumwandlern sowie Möglichkeiten zum Einsatz von Solarenergie gesucht. Die Schifffahrt hat nach Darstellung von Klein erkannt, dass sie noch "grüner" werden müssen. Über "greener shipping" bestehe ein internationaler Konsens. "Wenn man sich mal anschaut wie streng das internationale Regulierungssystem ist, das wir heute haben, gibt es aus meiner Sicht weltweit in der Industrie nichts Vergleichbares."
Die gmec findet parallel zur 24. Internationalen Schiffbaumesse SMM 2010 in Hamburg statt. Auf der SMM zeigen bis Freitag 2003 Aussteller aus 58 Nationen Hightechprodukte und Techniken für Werftindustrie, Schiffbauzuliefereindustrie und Meerestechnik. Es werden 50.000 Fachbesucher erwartet. (dpa)

